Motorradfahrer stirbt unter Lkw

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Grauenvoller Unfall gestern am frühen Morgen auf der Landesstraße 158 bei Lauenburg: Ein 21 Jahre alter Motorradfahrer aus Gülzow starb auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle, als er mit seiner Maschine ins Schleudern geriet und von einem entgegen kommenden Lastwagen überrollt wurde. Der junge Mann war sofort tot.

Gegen 6 Uhr war der Gülzower mit seiner Suzuki-Maschine von Juliusburg Richtung Lauenburg unterwegs. In Höhe der Ortschaft Krüzen verlor der Biker die Kontrolle über seine Maschine und geriet ins Schleudern. In anderer Richtung befuhr ein Lauenburger (61) mit einem Laster und Anhänger die L 158. "Der Fahrer hatte trotz einer Vollbremsung kein Chance mehr, den Zusammenstoß zu verhindern", erklärte Lauenburgs Polizeichef Gerd Grundmann. Während die Suzuki in den Straßengraben schleuderte, geriet der 21-Jährige unter den Lastwagen. Der Körper des jungen Mannes wurde mehrere Meter weit mitgeschleift und zwischen den Zwillingsreifen des Lasters zerquetscht. Die Rettungsassistenten aus Basedow und der Notarzt aus Geesthacht hatten keine Chance mehr, den Gülzower zu retten. Während anschließend der Fahrer des Lastwagens von Seelsorgern betreut wurde, blieben die Retter mit den schrecklichen Eindrücken des furchtbar entstellten Unfallopfers allein.

Der 21-jährige Gülzower ist das 23. Todesopfer auf zwei Rädern in Schleswig-Holstein in diesem Jahr. Dabei ist die Saison für Biker eigentlich längst gelaufen. "Die, die ihre Maschine das ganze Jahr über nutzen, sollten ihre Fahrweise und vielleicht sogar die Bereifung dem schlechten Wetter jetzt unbedingt anpassen", sagt Kay-Uwe Güsmer, Verkehrsexperte der Polizeidirektion in Ratzeburg. Er geht davon aus, dass dem 21-Jährigen unangepasste Geschwindigkeit und die durch Regen und Laub rutschige Fahrbahn zum Verhängnis geworden sind. Ohne den entgegen kommenden Laster wären die Unfallfolgen vermutlich weitaus weniger dramatisch gewesen als jetzt.

Um die Motorradfahrer auf die Gefahren im Straßenverkehr hinzuweisen und ihnen das richtige Verhalten für brenzlige Situationen zu vermitteln, bietet die Polizei seit Jahren ein Fahrtraining an. "Die Vorbereitungen für das nächste Jahr laufen gerade", rät Güsmer zur Teilnahme. Nach dem tödlichen Zusammenstoß gestern kam es nur zu leichten Verkehrsbehinderungen. Zwei Stunden dauerte es, ehe die Einsatzkräfte und ein sachverständiger ihre Arbeit am Unglücksort beendet hatten.

( (tja). )

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