Forstbetrieb

Straßen im Herzogtum werden wegen Fällarbeiten gesperrt

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Trockenheit und Stürme setzen dem Wald enorm zu.

Trockenheit und Stürme setzen dem Wald enorm zu.

Foto: Andreas Arnold / dpa

Klimawandel und Schädlinge setzten dem Wald zu. Aus Sicherheitsgründen muss entlang der Straßen viel gefällt werden.

Geesthacht/Schnakenbek. Der Klimawandel und die Folgen setzen den heimischen Wäldern stark zu, Stürme und die große Trockenheit vergangener Jahre haben viele Bäume geschädigt. Sie sind immer anfälliger gegen Schädlinge wie Borkenkäfer oder Pilzbefall. Derzeit werden im Kreis Herzogtum Lauenburg Bäume besonders entlang von Straßen gefällt, um die Verkehrssicherheit zu garantieren.

Forstbetrieb: Mehrere Bäume am Straßenrand müssen gefällt werden

Nach Inaugenscheinnahme durch Experten werden durch Forstwirte einzelne abgestorbene Äste oder auch Bäume komplett entfernt. Klimawandel und Schädlinge setzen besonders Eschen, Ulmen und Fichten zu, dazu auch Kiefern und immer stärker den Buchen. Sobald die Arbeiten im Bereich Ratzeburg – Mölln – Sandesneben abgeschlossen sind, geht es im Südkreis weiter, kündigt der Kreis Herzogtum Lauenburg an.

Verkehrsbehinderungen um Grünhof und Hamwarde

Der Kreis ist der größte kommunale Waldbesitzer Deutschlands, ihm gehören auch im Süden große Areale. „Die wären noch weitaus größer, hätte nicht Kaiser Wilhelm II. den Sachsenwald und weitere Flächen, die dem Reich gar nicht gehörten, Fürst Bismarck im 19. Jahrhundert zum Geschenk gemacht“, sagt Kreissprecher Karsten Steffen schmunzelnd.

Im Süden gehören dem Kreis verschiedene Flächen, auch im Bereich Geesthacht. So werden in den kommenden Wochen Baumpflege- und Fällarbeiten um Grünhof und um Hamwarde voraussichtlich zu Verkehrsbehinderungen führen, außerdem entlang der Bundesstraße 5 Richtung Schnakenbek. Während der Fällarbeiten müsse der Verkehr vorübergehend angehalten werden, so die Kreisverwaltung. „Die Kreisforsten nehmen nach Möglichkeit Rücksicht auf den Berufsverkehr auf vielbefahrenen Strecken. Dennoch sind Verkehrsbehinderungen im Einzelfall nicht auszuschließen.“

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Im Unterschied zu Waldwegen, wo das Betreten auf eigene Gefahr geschehe, herrscht an den Straßen eine erhöhte Verkehrssicherungspflicht, betont der Kreis mit. Doch auch an stark frequentierten Wanderwegen wie um Aumühle-Waldesruh und am Uferweg entlang des Küchensees bei Ratzeburg sind die Baumkontrolleure im Einsatz.

( he )

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