Geesthacht

Vattenfall: Krümmel-Abwässer deutlich weniger radioaktiv

Das abgeschaltete Atomkraftwerk Krümmel an der Elbe (Archivbild).

Das abgeschaltete Atomkraftwerk Krümmel an der Elbe (Archivbild).

Foto: picture alliance

Als Betreiber des Kernkraftwerks habe man sich mit Umweltverbänden und Anliegern auf die neuen Werte geeinigt, teilte der Konzern mit.

Der maximale Radioaktivitätswert für Abwässer in die Elbe bei der Stilllegung und dem Abbau des Kernkraftwerkes Krümmel in Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) wird nach Angaben des Konzerns Vattenfall signifikant gesenkt. Es werde eine Verringerung auf zehn Prozent des sowohl atomrechtlich genehmigten als auch bisher für Stilllegung und Abbau beantragten Ableitungswertes erreicht, teilte der Betreiber am Donnerstag mit.

Das Kernkraftwerk habe sich mit mehreren Umweltverbänden und am Abbau interessierten Anliegern darüber geeinigt. Man wolle ein umweltpolitisches Zeichen setzen. Krümmel hat laut Vattenfall mit einem Schreiben vom Donnerstag einen wasserrechtlichen Antrag bei der unteren Wasserbehörde entsprechend geändert.

Radioaktive Abwässer: Auch neuer Grenzwert soll unterschritten werden

Parallel zum wasserrechtlichen Verfahren werde der reduzierte Ableitungswert im Betriebsreglement festgeschrieben und ebenfalls im laufenden Verfahren zur Stilllegungs- und Abbaugenehmigung berücksichtigt. Es sei davon auszugehen, dass auch der reduzierte Wert regelmäßig nicht ausgeschöpft werde, so Vattenfall.

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Krümmel ist seit 2007 - bis auf zwei Wochen 2009 - dauerhaft abgeschaltet. Eine Stilllegungs- und Abbaugenehmigung bei der Atomaufsicht ist seit langem beantragt. Mit einer Entscheidung ist nach Angaben des zuständigen Umweltministeriums in Kiel im nächsten Jahr zu rechnen. Die Stilllegung und der Abbau des Atommeilers dürften laut Vattenfall dann etwa zehn bis 15 Jahre dauern.