In Corona-Zeiten

Spendenlauf gemeistert: 2500 Kilometer für den Tierschutz

Sarah Kubisch wurde mit Luftballons aus Ziffern für ihren 2500 Kilometer langen Spendenlauf geehrt.

Sarah Kubisch wurde mit Luftballons aus Ziffern für ihren 2500 Kilometer langen Spendenlauf geehrt.

Foto: ariaane funke / Ariaane Funke

Sarah Kubisch vom Tierschutzverein Geesthacht hat ihre Spendenaktion beendet. Was wird mit dem gesammelten Geld gemacht?

Geesthacht.  Voller Einsatz für den Tierschutz : Sarah Kubisch war 2500 Kilometer für das Wohl von Vierbeinern unterwegs – die Strecke absolvierte sie komplett auf zwei Beinen im Jogging-Tempo – allerdings nicht in einem Rutsch. 184 Tage lang legte die Geesthachterin täglich mindestens fünf Kilometer zurück, hat dabei bei Wind und Wetter die Elbstadt und die Umgebung ausführlich erkundet.

Die zurückgelegten Kilometer seit Mai entsprechen in etwa der Entfernung zwischen Geesthacht und Istanbul (2453 Kilometer). Der Sinn der Aktion: Pro Kilometer sammelte die Vorsitzende des Tierschutzvereins Spenden zur Unterstützung des Geesthachter Tierheims an der Lichterfelder Straße 10. Unterstützt wurde der Spendenrun von rund 75 Privatpersonen und einigen Firmen. „Es war toll, wie viele Menschen mitgemacht haben. Jeder noch so kleine Betrag hat gezählt“, berichtet die 32-Jährige.

Eine Einzelperson habe sogar 300 Euro gespendet. „Zum Schluss sind sogar rund 35 Euro mehr zusammengekommen als geplant. Angepeilt waren ursprünglich 2500 Euro“, sagt Kubisch.

Tierschützerin erläuft 2500 Kilometer und sammelt Geld

Während ihrer Touren hat sie eine Menge gesehen. „Die Elbhalbinsel hat mir am besten gefallen. Eine bestimmte Stelle in der Nähe der Schleuse habe ich auf jeder Tour fotografiert. Es gibt 125 Fotos davon, was ich genau mit ihnen machen werde, weiß ich noch nicht, aber es wird etwas daraus entstehen“, verrät die Tierschützerin. Für eine weitere Fotoaktion hat sie Schilder mit Straßennamen fotografiert. Auch „gruselige“ Orte wie beispielsweise die Ruinen der ehemaligen Düneberger Pulverfabrik und der Bunkerwald wurden von ihr im Laufschritt erkundet.

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Das Geld soll zum Teil den Samtpfötchen des „Wildidorfs“ zugutekommen, einem gesonderten Bereich, in dem 17 Katzen untergebracht sind, die fest auf dem Grundstück an der Lichterfelderstraße leben, da sie nicht gut mit Menschen auskommen und daher nicht vermittelbar sind. „Die meisten unter ihnen sind sehr alt und benötigen daher spezielles Futter, das ziemlich teuer ist“, erklärt Sarah Kubisch. Außerdem sollen die Hütten in dem Bereich erneuert werden.

Sämtliche Feste mussten coronabedingt ausfallen

Neben den 17 „Wildis“ werden aktuell fünf Hunde, rund 30 Katzen sowie zwei Kaninchen von den Ehrenamtlichen versorgt. „Während des ersten Lockdowns konnten wir zum ersten Mal seit 20 Jahren alle Hunde vermitteln. Nun werden wieder ein paar neue Vierbeiner bei uns beherbergt“, berichtet Kubisch. Die Corona-Zeit sei einerseits positive für die Arbeit im Tierheim, da Interessierte einen Termin vereinbaren müssten und es daher mehr Zeit als im normalen Betrieb gebe. „Auf der anderen Seite trifft uns die Krise aber finanziell ziemlich hart. Schließlich mussten alle Feste, auf denen im Schnitt insgesamt etwa 7500 Euro Spendengelder zusammenkamen ausfallen“, sagt die Tierschützerin.

41 Helfer unterstützen das Tierheim regelmäßig mit ihrer Arbeit. Einige gehen mit den Hunden spazieren, zwei handwerklich Begabte schrauben und bauen für die pelzigen Bewohner, andere holen Futterspenden ab oder sind für die Hygiene der Tiere zuständig und reinigen die Behausungen, Decken und andere Gegenstände.

Tierschützer wollen für die Vierbeiner Wunschbäume aufstellen

Bei 41 Köpfen kommen natürlich auch viele kreative Ideen zustande. So wollen die Tierschützer jetzt für die Vierbeiner Wunschbäume aufstellen, um speziell für die Bedürfnisse der Tiere Sachspenden zu sammeln. Unterstützt wurden sie dabei von der Kita St. Petri. Am Spakenberg wurden 377 Anhänger mit den personalisierten Wünschen der Tiere gebastelt. Die Wunschbäume werden in der Vorweihnachtzeit unter anderem in den Futterhaus-Filialen in Geesthacht und Reinbek und in den Kiebitzmärkten in Winsen, Marschacht und Büchen aufgestellt.

Telefonisch ist das Tierheim unter 04152/ 743 11 erreichbar. Wer es unterstützten möchte, kann seine Spende auf das Konto DE93 2305 2750 0003 0121 23 bei der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg oder DE88 2005 0550 1395 1304 36 bei der Haspa überweisen.

https://www.tierschutz-geesthacht.de