Zwei Profis führen jetzt die Freiwilligen

„Aufbruchstimmung“ bei Escheburger Feuerwehr

Escheburg.  Karsten Melchert (56) ist neuer Chef der Freiwilligen Feuerwehr Escheburg. Mit deutlicher Zustimmung wählten ihn die Feuerwehrleute am Freitagabend an die Spitze der Wehr. Melchert, der als Schichtleiter bei der Werkfeuerwehr des Kernkraftwerks in Krümmel arbeitet, erhielt 26 von 30 Stimmen. Zum Vertreter wurde Sebastian Rateike ernannt – er arbeitet bei der Berufsfeuerwehr in Hamburg.

„Wir hoffen, dass jetzt endlich wieder Ruhe bei uns einkehrt“, sagte Bürgermeister Rainer Bork (EWG) erleichtert. Ingo Arndts, der bisherige Wehrführer, hatte nach einem Videoüberwachungs-Skandal und Streit mit dem Bürgermeister hingeworfen und war aus der Wehr ausgetreten. Zuletzt hatte deshalb der routinierte Peter Püst als vom Landrat eingesetzter Verantwortlicher die Wehr geleitet.

„Wegen der Streitereien ausgetretene Kameraden sind schon zurückgekehrt“, freute sich Püst. „In Escheburg herrscht jetzt wieder Aufbruchstimmung“, erkannte Amtswehrführer Ralf Kreutner aus Börnsen. Es hätten sich fünf neue Anwärter gefunden.

Am 18. Februar beginnt der nächste Grundlehrgang des Amtes mit der Feuerwehr Geesthacht. Für Sonnabend,
9. Februar, (13 Uhr) lädt die Escheburger Wehr Interessierte ein. Melchert: „Die Stimmung ist gut, die Dienstbeteiligung steigt und die Bürger folgen unserem Aufruf mitzumachen.“

Die Wehr zählt 42 Aktive, davon zwölf Atemschutzträger. 2018 gab es 31 Einsätze, acht davon außerhalb Escheburgs. Zudem unterrichtete die Wehr 370 Kinder in den Kitas und der Grundschule in Sachen Brandschutz.