Naturschutz

Nabu warnt vor Folgen: Keine Wildvögel füttern

Geesthacht.  Wer Wildgänse beobachten möchte, kann eine Vielzahl von ihnen vom Hafen aus auf der südlichen Seite der Elbe sehen, rät Dr. Friedhelm Ringe vom Naturschutzbund (Nabu). Aktuell seien gleich vier Arten vor Ort: Weißwangen-, Grau-, Bläss- und Saatgänse. Doch als er selbst die Wildvögel beobachtete, habe er Erschreckendes gesehen. So habe am Menzer-Werft-Platz eine Frau große Mengen altes Brot verfüttert und lockte damit unter anderem Silbermöven an. „Das sind gefürchtete Nesträuber. Wenn wir sie auch noch fördern, drängen wir bedrohte Arten wie die Seeschwalbe zurück“, sagt Ringe. Zudem sei das Brot für die Vögel keine Hilfe, sondern vielmehr gesundheitsschädlich. „Grundsätzlich gilt: Alles, was dort an der Elbe lebt, braucht keine Fütterung“, sagt Ringe.