Leserbrief: Geesthachter Finanzen

"Millionen verplempert"

Betr.: "Steigende Gebühren - Leben in Geesthacht immer teurer", LL-Titelseite vom 12. 11. 2012

Die seit geraumer Zeit massiv anfallenden Steuer-und Gebührenerhöhungen sind fast ausnahmslos einem Umstand geschuldet: Dem derzeitigen Wegfall des potenten Steuerzahlers AKW Krümmel. Wie bereits 1919 und 1946 droht Geesthacht damit ein drittes Mal zum Armenhaus Schleswig-Holsteins zu werden. Und nun, da kein Geld mehr vorhanden ist, haben wir "plötzlich" hochgradig sanierungsbedürftige Wohnungen, ein "plötzlich" marodes Abwassersystem, ein "plötzlich" abbruchreifes Seniorenwohnheim am Katzberg, "plötzlich" diverse marode Straßen und vieles anderes mehr.

Was, bitte schön, habt ihr Politiker und Stadtväter in all den Jahren mit den zig Millionen gemacht, als diese noch üppig flossen? Ihr habt sie verplempert für z. B. eine völlig überteuerte (und jetzt schon sanierungsbedürftige) Gesamtschule, für Prestige-Straßenbauprojekte (Marktplatz, Schillerstr., Elbstraße u. a.), etliche davon nach kurzer Zeit sanierungsbedürftig. Die Liste kann endlos weitergeführt werden, steht alles in "bz" der letzten 20 Jahre. Ich habe mehrfach die Stadt Geesthacht aufgefordert, das fehlende Geld bei denen einzufordern, die bei der unsinnig und möglicherweise widerrechtlich angeordneten Stilllegung des AKW Krümmel Jubelorgien und Dankesgottesdienste veranstaltet haben.

Allen voran Bürgermeister Manow mit etlichen Politikern, den Pastoren der St. Salvatoris-Gemeinde und vor allem Ehepaar Boll, die mit ihrem "grünen" Anhang seit vielen Jahren mit falschen Behauptungen und Panikmache für ein Aus des KKK gekämpft haben. Die aber gerne die einkommenden Steuer- und Sponsorengelder des AKW eingeheimst haben. . .

Holger Jahn, 21502 Geesthacht

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