Alarmpanne

Falsche Feuerwehr alarmiert - Helfer fordern Klärung

Geesthacht/Schwarzenbek (tja). Das Thema sorgt unter Feuerwehrleuten noch immer für Gesprächsstoff:

Nach zwei schweren Unfällen hintereinander auf der Bundesstraße 5 am 28. Oktober, zwischen Geesthacht und Grünhof hatte die Integrierte Regional-Leitstelle (IRLS) in Bad Oldesloe nicht, wie eigentlich naheliegend, die Grünhofer und Geesthachter Feuerwehr alarmiert - sondern die Einsatzkräfte aus Gülzow und Schwarzenbek an die Unfallstelle beordert (wir berichteten). Solche Pannen treten immer wieder auf, wenn Vorbeifahrende einen Unfall melden und unklare Ortsangaben machen. Doch nach Informationen unserer Zeitung war in diesem Fall der Unfallort korrekt benannt.

Möglicherweise war in diesem Fall mangelnde Ortskenntnis der Auslöser - und das macht der Feuerwehr Sorgen. Denn genau davor hatten die Einsatzkräfte vor der Gründung der IRLS gewarnt. "Ich werde dem Fall nachgehen", sagt jetzt Geesthachts Feuerwehrchef Sven Albrecht. Denn die B 5 zwischen Geesthacht und Grünhof gilt primär als Einsatzgebiet der Geesthachter Feuerwehren. Doch beide wurden von der IRLS nicht alarmiert.

Was aber offiziell zur Alarmierung der mehr als 15 Kilometer entfernten Schwarzenbeker Wehr führte, ist nach wie vor unklar. Vom Kreis Stormarn, der die Leitstelle auch im Auftrag des Kreises Herzogtum Lauenburg betreibt, gab es auf mehrere Anfragen unserer Zeitung keine Antwort. Stattdessen verwies der Kreis an die Stadt. "Wir können die Gründe der Disponenten, warum wie gehandelt wird, aber nun wirklich nicht erklären", sagt Torben Heuer, der Sprecher der Stadt.

Offenbar war die Geesthachter Panne kein Einzelfall: Zwei Tage zuvor wurden Feuerwehrleute aus Elmenhorst und Lauenburg nach Schwarzenbek beordert. Dabei standen in Schwarzenbek neun von elf Fahrzeugen zu Verfügung. Auch zu diesem Einsatz wollte der Kreis Stormarn keine Stellungnahme abgeben.,