Happyend

Endlich im neuen Zuhause

Geesthacht (knm). Zweieinhalb Zimmer, 73 Quadratmeter, ein Balkon - der Blick geht ins Grüne. Sandra Katers und ihre Söhne Jesse (9) und Tayler (zwei Wochen) fühlen sich in ihrer neuen Bleibe am Farmsener Weg pudelwohl.

Kein Wunder, denn sie haben lange auf ihr neues Zuhause warten müssen. Etwa dreieinhalb Monate lebte Sandra Katers hochschwanger zusammen mit Jesse auf 15 Quadratmetern bei ihren Eltern in Curslack. Und das, obwohl die Arbeitslosengeld-II-Empfängerin in Geesthacht bereits eine Wohnung gefunden hatte. Doch die genehmigte das Jobcenter nicht. Zu klein, hieß die Begründung.

Rückblick: Im Juni hatte sich die 28-Jährige von ihrem Lebensgefährten getrennt und auf die Suche nach einer eigenen Wohnung gemacht. Das Amt gewährt ihr in Schleswig-Holstein 505 Euro (ohne Heizkosten), in Hamburg sind es ein paar Euro weniger. "Alle Wohnungen die ich mir in Bergedorf angeschaut habe, waren zu teuer", sagt Sandra Katers. Deshalb war die Mutter glücklich, als sie in Geesthacht eine 57-Quadratmeter-Wohnung fand, zweieinhalb Zimmer und der Preis unter dem vorgegebenen Limit.

Doch das Amt machte ihr einen Strich durch die Rechnung: Zu klein, hieß es. Ulrich Elsweier, Leiter des Jobcenters in Mölln, begründete die Entscheidung: Er befürchtete, dass die Familie hier nicht lange wohnen könne, zumal die Wohnung in schlechtem Zustand war. Außerdem hat Sandra Katers noch eine Tochter (10), die bei der Oma in Curslack bleibt. Wenn die mal käme, wäre es noch enger. Sandra Katers war ratlos (wir berichteten). Jetzt ist ihr das Amt allerdings entgegengekommen. Gleich die nächste besichtigte Wohnung wurde genehmigt. Und Anfang Oktober konnte die Familie in die größere Wohnung am Farmsener Weg einziehen.