Einsatz

Feuer sorgt für dramatische Momente - Menschen im Aufzug eingeschlossen

Geesthacht. Qualm in einem Aufzugsschacht hat am Montagvormittag im Ärztehaus am Buntenskamp eine dramatische Rettungsaktion ausgelöst. Feuerwehrleute retteten zwei Eingeschlossene, darunter ein Rollstuhlfahrer, aus der Kabine des Aufzugs.

Der Notruf kam kurz nach 10 Uhr. Ein Mann in einem Rollstuhl und die Mitarbeiterin eines Arztes waren in dem Aufzug in Höhe des ersten Stocks gefangen, während sich von unten immer mehr von dem stinkenden Rauch im Aufzugschacht ausbreitete.

„Unsere erste Maßnahme war, dass wir die Eingeschlossenen aus dem Aufzug retteten“, erklärte Marcus Köster, Gruppenführer des zuerst eingetroffenen Löschfahrzeugs. Der Hausmeister unterstützte die Feuerwehrleute beim Öffnen der Aufzugstür. Danach ging es mit Atemschutzgeräten in den Keller.

Zunächst konnten die Feuerwehrleute dort nur die Rauchentwicklung feststellen, erst mit Hilfe einer Wärmebildkamera spürten sie eine heiße Stelle auf: Im Maschinenraum für den Aufzug war nach ersten Erkenntnissen die Bremse in Brand geraten, vermutlich durch einen technischen Defekt. Der beißende Rauch zog aus dem Maschinenraum in den Schacht und in die Kabine. Vorsorglich wurde das gesamte Gebäude durch das Treppenhaus evakuiert, Behandlungen mussten abgebrochen werden.

„Weil der Keller sehr verwinkelt ist, konnten wir ihn nicht, wie sonst üblich, mit unseren Geräten belüften, sondern mussten den Rauch nach draußen absaugen“, so der stellvertretende Wehrführer Olaf Wieck. Eine Stunde lang war der Buntenskamp für den Einsatz voll gesperrt.

„Der Betrieb bei uns geht unverändert weiter“, betonte Dr. Behzad Abrar, Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums, am Nachmittag. Da hatten schon viele besorgte Patienten angerufen. Auch der Aufzug soll am heutigen Dienstag wieder funktionsfähig sein, so Abrar.

Gegen 11.20 Uhr rückten die Feuerwehrleute noch einmal aus: Die Brandmeldeanlage im Hans-Haus der Vitanas-Klinik in Edmundsthal hatte ausgelöst – Fehlalarm.