Bauausschuss

Rathaus will Stadtplanern den Weg ebnen

Geesthacht (tja). Allein die Planskizzen hatten für viel Kritik gesorgt: In einen überdimensionalen Zebrastreifen soll der komplette Bereich vor dem Schiller-Center verwandelt werden.

So zumindest hatten es Hamburger Stadtplaner vorgeschlagen - doch der Widerstand war so groß, dass kein Politiker den Plan ernsthaft umsetzen will. Dennoch will die Verwaltung offenbar die Rahmenbedingungen schaffen, um eine solche Planung umzusetzen: In der nächsten öffentliche Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses am 1. Oktober (Beginn: 18 Uhr, Rathaus) will das Rathaus über eine Änderung der Straßenbaubeitragssatzung abstimmen lassen. Die, so Bürgermeister Volker Manow, sei nötig, um den von einem externen Planer vorgeschlagenen "verkehrsberuhigten Geschäftsbereich" einrichten zu können. In einem solchen Bereich sei es dann nicht mehr erforderlich, eine Trennung zwischen Gehwegen und Fahrspuren deutlich abzugrenzen, wenn die zulässige Geschwindigkeit für diesen beruhigten Bereich auf Tempo 20 reduziert werde. Nötig wird die Änderung der Beitragssatzung, weil nur so die Anlieger wie gewünscht für einen Ausbau zur Kasse gebeten werden können.

Diskussionsbedarf wird es auch beim Haushaltsansatz des Tiefbaubereichs für 2013 geben. So finden sich in dem Entwurf 25 000 Euro für einen elektrisch versenkbaren Poller, der die Ein- und Ausfahrt von der Nelkenstraße in die Bergedorfer Straße (vor dem Kreissparkassen-Center) regeln soll. So ein Poller wurde zwar bereits diskutiert, aber noch nicht beschlossen. Auch finden sich im Haushaltsentwurf plötzlich 59 000 Euro für die Instandsetzung der beim Eisgang auf der Elbe im vergangenen Winter zerstörten Seebrücke in Tesperhude. Eigentlich hatte der Ausschuss eine deutlich günstigere Variante beschlossen, die schon im laufenden Jahr aus anderen Mitteln finanziert werden sollte. Passiert ist bisher nichts - die Seebrücke ist weiterhin kaputt und für Fußgänger gesperrt.