Konzept

Ein Stadtjubiläum für das Wir-Gefühl

Geesthacht (ger). 2016 feiert Geesthacht sein 800. Ortsjubiläum. Wie jüngst in Bergedorf oder Lauenburg soll der runde Geburtstag ordentlich gefeiert werden.

Nur wie das vonstatten gehen soll und was die Festivitäten kosten dürfen, darüber liegen die Meinungen von Politik und Verwaltung noch auseinander. "Ich finde die Idee faszinierend, eine dezentrale Projektstruktur zu entwickeln", sagte Museums-Chef Wolf-Rüdiger Busch jetzt im Schul- und Kulturausschuss. Er setzt auf ein Miteinander von Stadt, Vereinen, Bürgern und Firmen, die Ideen entwickeln und Programmpunkte auf die Beine stellen. "Das wird das Wir-Gefühl stärken und wäre anders als in anderen Städten kein Programm von oben aufgedrückt."

Soweit herrschte Konsens in der Politik - wenig anfreunden konnten sich die Ausschussmitglieder aber mit einem groben Finanzmodell, das Busch vorlegte. Es zeigte auf, wie viel Jubiläum für 50 000, 100 000 beziehungsweise 150 000 Euro möglich wäre. Doch neben der Erstellung eines Stadtatlas enthielt die Kalkulation auch die Erstellung von Büchern zur Franzosenzeit und den Weltkriegen. "Wir wissen noch nicht, ob wir die Bücher eigentlich wollen", sagte Kathrin Wagner-Bockey (SPD). Torsten Seidl (CDU) forderte zudem ein Planungsgremium, das genau diese Fragen klären könnte. Wie es konkret weitergeht, soll erst mal in den Fraktionen diskutiert werden. 18 000 Euro wurden allerdings bereits für die Planung in den Haushalt 2013 eingestellt. Das Geld bleibt aber gesperrt, bis ein Konzept vorliegt.