Förderung genehmigt

Zehn Krippenplätze für Kröppelshagen

Kröppelshagen (pas). Kröppelshagen-Fahrendorf bekommt nach langem Ringen endlich eine eigene Krippe.

Ende 2011 hatte Bürgermeister Volker Merkel einen Antrag beim Kreis auf Aufnahme in den Bedarfsplan für eine Krippengruppe in Kröppelshagen gestellt, um Fördergelder zu bekommen. Die Aufnahme in den Bedarfsplan ist Vorraussetzung für eine Förderung, bei der sich Bund, Land und der Kreis beteiligen.

Doch es kam eine Absage: "Unser Antrag wurde abgelehnt", so Merkel. Die Begründung dafür: Die Gemeinde Wohltorf habe bereits eine Genehmigung für einen Krippenbau erhalten. Damit seien im Amt Hohe Elbgeest genügend Krippenplätze vorhanden, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.

Kurz darauf jedoch wendete sich das Blatt: Wohltorf konnte den Bau der Krippe nicht realisieren und verzichtete auf den Anspruch. Die Gemeindevertreter von Kröppelshagen-Fahrendorf bekamen Wind davon und reagierten sofort. "Wir haben erneut einen Antrag gestellt", berichtet Bürgermeister Volker Merkel. Diesmal kam eine Zusage. Kröppelshagen darf bauen und muss in seiner Krippengruppe Plätze für Kinder aus Wohltorf bereithalten. Konkret plant die Gemeinde, an den existierenden Kindergarten anzubauen und zehn Krippenplätze zu schaffen.

Bürgermeister Merkel sieht das Projekt als sehr wichtig für seine Gemeinde an. "Viele Kleinkinder gehen jetzt in die Krippen der umliegenden Dörfer und bleiben auch dort im Kindergarten", sagt er. Um den Kindergarten am Ort zu stärken, sei also eine Krippe notwendig. Weiterer positiver Effekt wäre, dass die Gemeinde keinen Defizitausgleich mehr an die Krippengruppen anderer Orte zahlen müsste. Zwischen 40 000 und 50 000 Euro Ausgleichzahlungen gibt das Dorf jährlich an ortsfremde Krippen ab. Merkels Plan ist es, schon im September dieses Jahres mit dem Bau zu beginnen und die Krippe 2013 einzuweihen. Die Baukosten stehen noch nicht fest.