Tag der Gesundheit

Wer kommt im Pflegefall?

Geesthacht (tja) Sport ist gesund, meistens zumindest. Passend also, dass die Sporthalle an der Berliner Straße gestern Raum bot, um über Gesundheit - aber auch Krankheit - zu sprechen: Zum dritten Mal hatte der Kiwanisclub Sachsenwald zum Tag der Gesundheit in die Sporthalle eingeladen.

33 Aussteller informierten bei kostenlosem Eintritt die Besucher über verschiedene Aspekte rund um die körperliche und seelische Fitness. "Das Angebot reicht von der Betreuung im Pflegefall bis hin zu Magneten mit positiver Wirkung auf die Gesundheit", erklärte Bernd Rothert. Der Präsident des Kiwanisclubs hat den Informationstag gemeinsam mit Klaus-Peter Voß organisiert.

"Vor allem das Interesse an Pflegebetreuung ist groß", hat Rothert beobachtet. "Leider befassen sich die Menschen mit diesem Thema aber nur allzu selten rechtzeitig. Oft ist die Not groß, wenn es überraschend zu einem Pflegefall in der Familie kommt", weiß er. Hilfe bietet dann unter anderem der Pflegedienst PKP an. "Die ambulante Pflege hat in letzter Zeit in Geesthacht und Umgebung sehr zugenommen. Es ist für uns eine besondere Aufgabe, denn wir kommen als Gast in die Häuser unserer Patienten", sagt PKP-Pflegedienstleiterin Karin Albrecht. Ergänzt wird das ambulante Pflegeangebot vom Pflegedienst PKP durch die große Tagespflegeeinrichtung "Bunter Schirm" an der Schillerstraße. "Von Montag bis Freitag wird dieses Angebot sehr gut angenommen, wir haben gerade die Zahl der Plätze auf 40 erhöht", sagt Karin Albrecht.

Wenn eine ambulante Pflege nicht mehr möglich ist, dann bieten mehrere Pflegeheime in Geesthacht einen umfangreichen Service. Das Vitanas-Seniorencentrum beispielsweise stellte seine Arbeit gestern beim Gesundheitstag vor. Die Gäste konnten an einem Stand unter anderem ihr Geschick und die Koordination von Gehirn und Händen unter Beweis stellen. Bei Vitanas-Mitarbeiterin Kristin Lojewski konnten sie Spiegelbilder eines Sterns oder einer Schnecke ausmalen. "Das ist keine leichte Aufgabe, denn es kommt sehr darauf an, das Umschalten zwischen Hand und Gehirn im Griff zu haben", erklärte Kristin Lojewski.

Vorführungen, etwa von der Tanzstation oder dem VfL Geesthacht, rundeten das Angebot in der Sporthalle ab. Die Standgebühren und alle Einnahmen aus der Tombola stiftet der Kiwanisclub wie gewohnt sozialen Projekten. In diesem Jahr wird das Projekt "Faustlos" unterstützt. Hier werden Erzieher aller Geesthachter Kindergärten geschult, wie sie Kindern vermitteln können, spielerisch und ohne Gewalt Konflikte zu lösen. Außerdem fließt Geld in eine Erholungsfahrt für schädelhirnverletzte Kinder und den Schwimmunterricht für schwer kranke Kinder in der Helios-Klinik. Innerhalb von drei Jahren hat der Kiwanisclub derartige Projekte mit mehr als 20 000 Euro unterstützt.