Abfall-Ärger

Igitt! Spielplatz von Kot-Tüten übersät

Geesthacht. Tüten, Flaschen, Papier. Die Mülltonne quillt über. Regelmäßig verteilt sich der weggeworfene Müll auf dem Spielplatz am Barmbeker Ring.

Das allein ist schon eklig. Doch die Mülltonne wird besonders gern von Hundebesitzern genutzt, um die schwarzen Tüten mit den Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu entsorgen - ist doch der Tütenspender der Stadt nur einmal um die Ecke aufgebaut. Und so sind auch immer wieder die schwarzen Tüten samt Inhalt auf dem gesamten Spielplatz zu finden, wie Leserin Hannelore Schulz aus der Oberstadt beobachtet hat. Sie informierte die Stadt wiederholt über die wilde Müllkippe mit den unappetitlichen Tütchen - doch nichts passierte.

Kein Wunder. So leert die Stadt zwar 420 Papierkörbe nach einem festen Tourenplan. Doch der am Barmbeker Ring ist nicht auf der Liste. "Er gehört nicht zur Stadt. Der Spielplatz gehört der Deutschen Annington und wird deshalb vom Betriebshof nicht unterhalten", sagt Frank Meier, Leiter der städtischen Betriebe. "Wir wissen aber, dass diese Papierkörbe nicht so geleert werden, wie die städtischen Papierkörbe durch den Betriebshof." So wird beispielsweise der Abfallbehälter direkt neben der Hunde-Station zweimal pro Woche geleert.

Bei der Deutschen Annington war das Problem bislang noch nicht bekannt, allerdings steht die Mülltonne auch genau im Überschneidungsgebiet zwischen zwei Wohnungseigentümergemeinschaften. "Wir werden das aber im Auge behalten und künftig öfter leeren, damit so etwas dann nicht mehr passiert", verspricht Annington-Sprecherin Katja Weisker.

Die Müllmisere am Barmbeker Ring könnte damit gelöst sein. Allerdings ist das für Frank Meier nur der kleine Teil eines großen Problems. "Die Hundekotbeutel liegen oft auf den Gehwegen, Grünanlagen und Rasenflächen im gesamten Stadtgebiet. Weiterhin werden diese Beutel von den Kindern gern als Wurfgeschosse benutzt. Das führt zu weiteren Verunreinigungen", sagt der Betriebshofs-Chef.

"Ein zusätzliches Problem ist, dass es in der Stadt Bürger gibt, die ihren Hausmüll in, an und um die Papierkörbe im ganzen Stadtgebiet entsorgen. Damit wird das Stadtbild nicht verbessert", sagt Meier und spricht von einem regelrechten "Mülltourismus". Eine Änderung würde oder könne eintreten, wenn der Bürger sein Verhalten zur Müllentsorgung ändert. "Eine häufigere Leerung der städtischen Papierkörbe ist nicht vorgesehen. Was sich ändern muss, ist das Verhalten unserer Bürger zur Achtlosigkeit der Müllentsorgung."