Ausschuss einig

Im Hochzeitswald wird es teurer

Geesthacht. Mit einem neuen Konzept soll Geesthachts Hochzeitswald am Dösselbuschberg auch weiterhin Bestand haben.

Darauf einigten sich die Mitglieder des Umweltausschusses. Wie berichtet, hatte das Umweltamt die Möglichkeit, einen Baum zu pflanzen, massiv eingeschränkt, um Kosten zu sparen. Weil die Verwaltung diese Entscheidung gegenüber der Politik nicht ausreichend kommunizierte, kam Widerstand auf, der zu einer intensiven Beratung des weiteren Vorgehens geführt hat.

Künftig, so die Entscheidung der Politiker, soll die Stadt weder die Bäume noch die optional möglichen Schilder subventionieren. Ein Baum kostet die Stadt zurzeit im Einkauf etwa 97 Euro. Von den Bürgern, die einen Baum pflanzen möchten, hat die Stadt aber bisher nur 60 Euro verlangt. Damit soll jetzt Schluss sein. Die alten Konditionen werden nur noch für Pflanzwillige gelten, die bereits für den nächsten Pflanztermin im April 2013 angemeldet sind. Wer sich jetzt entscheidet, am Dösselbuschberg einen Baum zu pflanzen, muss künftig den Einkaufspreis zahlen. Das gilt auch für die Schilder, die tatsächlich 55 Euro kosten, bisher aber nur mit 24 Euro abgerechnet wurden.

"Die Frage ist doch, ob ein Sponsoring nötig ist, wenn der Hochzeitswald so gut angenommen wird", sagte Samuel Bauer (SPD) im Ausschuss. Das Gremium hatte sich vor seiner Sitzung extra im Hochzeitswald getroffen, um sich das zwei Hektar große Areal anzusehen.

"Hier im Hochzeitswald einen Baum zu pflanzen, hat für sehr viele Menschen mittlerweile Symbolcharakter. Die Menschen freuen sich oft auf diesen Event, und es ist ein tolles Gefühl, in der Gemeinschaft einen Baum zu pflanzen", berichtete Franko Stein vom Fachdienst Umwelt. Und längst wird nicht mehr nur zur Hochzeit - wie 1997 bei der Premiere - ein Baum gepflanzt, sondern auch zu Taufen, Geburtstagen oder Jubiläen.

Noch bietet der Hochzeitswald Platz für etwa 200 neue Bäume. Anschließend könnte das Gelände dann gen Norden zum Neubaugebiet Finkenweg-Ost hin erweitert werden. Für die Zeit danach wollen sich die Ausschussmitglieder, unterstützt von Anregungen durch Bürger, Gedanken über die Fortführung machen. "Warum sollte die Stadt am Hafen den geplanten Kirschenhain anlegen? Wir können da ja auch die Bürger Bäume pflanzen lassen", schlug Bauer vor.

Ob künftig tatsächlich, wie in diesem Jahr, nur ein Termin angeboten wird, soll anhand der künftigen Nachfrage entschieden werden. Da Bäume und Schilder kostendeckend angeboten werden sollen, reduzieren sich für die Stadt die Kosten. Allerdings sollen in Zukunft pro Termin nur maximal 25 Bäume gepflanzt werden, um die Betreuung der Pflanzer durch die Stadtgärtner zu gewährleisten. "Ich finde, wir sollten niemanden lange vertrösten. Wenn es im Frühjahr 2013 schon zu viele Interessenten gibt, dann sollten wir im Herbst 2013 und nicht erst im Frühjahr 2014 einen Termin anbieten", sagte Petra Bolte (Grüne).