Fischtreppe

Stör und Lachs beim Aufstieg beobachten

Timo Jann

Foto: Timo Jann / Jann

Geesthacht. Sie zieht nicht nur Meerestiere, sondern auch viele Besucher an: Da das Interesse an der Geesthachter Fischtreppe am Stauwehr mittlerweile so groß ist, dass für Führungen lange Wartelisten existieren, bietet Betreiber Vattenfall ab sofort wöchentliche Führungen an - immer mittwochs.

Sie ist die größte ihrer Art in ganz Europa – die Fischtreppe am Stauwehr an der Geesthachter Elbbrücke. Und das lockt immer mehr Neugierige an. Das Interesse der Menschen an dem imposanten Bauwerk hatte zuletzt dafür gesorgt, dass bei allen angebotenen Terminen die Führungen über das Gelände überbucht waren – teilweise gab es lange Wartelisten. Nun ist Abhilfe in Sicht: Ab sofort werden immer mittwochs um 10, 12 und 14 Uhr Führungen an der Fischtreppe angeboten.

Gudrun Bode vom Energiekonzern Vattenfall, der das 20 Millionen Euro teure Bauwerk errichtet und 2010 in Betrieb genommen hatte, wird die Gäste über die Anlage führen. 45 Becken, die aus Betonteilen entstanden sind, bremsen die Strömung am Gefälle des Stauwehrs so weit ab, dass die Fische bei der Wanderung elbaufwärts in ihre Laichgebiete den Höhenunterschied von durchschnittlich sechs Metern überwinden können. Der Bau der Fischtreppe war für Vattenfall eine Auflage im Zuge der Errichtung des Kohlekraftwerks in Hamburg-Moorburg. So sollen Umwelteingriffe kompensiert werden. Bislang gilt das Bauwerk als Erfolg: Unter anderem wurden bereits Fluss- und Meerneunaugen, der Atlantische Stör, Lachse und Nordseeschnäpel in der Fischtreppe gesehen.

Am 12. und 13. Mai bietet Vattenfall in Zusammenarbeit mit der Touristen-Information Geesthacht ein besonderes Programm: An beiden Tagen kann jeweils um 13 Uhr das Pumpspeicherwerk am Elbufer besichtigt werden, anschließend geht es um 15 Uhr zur Fischtreppe. Diese Termine sind kostenlos, Anmeldungen sind nicht erforderlich. Für die Mittwochs-Führungen nimmt Gudrun Bode unter Tel. (040) 76774218 Anmeldungen entgegen. Infos gibt es unter Tel. (04152) 836258 auch bei der Touristen-Info im Krügerschen Haus.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Geesthacht