Tschernobyl-Gedenken

Bolls zeigen Stücke aus 30 Jahren Widerstand

Geesthacht (knm). Vor 26 Jahren, am 26. April 1986, explodierte der Atomreaktor in Tschernobyl und stürzte die Menschen in der Ukraine in eine Katastrophe.

Zum Gedenken an das Atomunglück gibt es jedes Jahr Demonstrationen. Eine etwas andere Form des Erinnerns haben sich die Atomkraft-Gegner und Grünen-Politiker Bettina und Gerd Boll in diesem Jahr überlegt.

"Das 'Widerstandsnest' an der Bergstraße 38 öffnet seine Türen im Gedenken an Tschernobyl, in Solidarität und Anteilnahme zu Fukushima und zum Gedenken an über 30 Jahre Widerstand gegen den Betrieb des AKW Krümmel", sagt Bettina Boll. Am Sonnabend, 28. April, von 15 bis 19 Uhr und am Sonntag, 29. April, von 11 bis 18 Uhr können Besucher im Boll'schen Heim Klageunterlagen, Demo-Plakate, Flyer, Fotos und vieles mehr anschauen. Natürlich steht das Ehepaar für Fragen und Gespräche bereit.

Den Abschluss des Wochenendes bildet am Sonntag ein Beamer-Vortrag von Alexander Neureuter im Jugendzentrum Düne (Geesthachter Straße 101). Neureuter ist im Wendland aufgewachsen, arbeitete 20 Jahre im Management internationaler Konzerne. Heute hat er seine Leidenschaft zum Beruf gemacht, ist Journalist und Fotograf beim Wendland-Magazin "Landluft". Im Jahr 2011 hielt er sich mit Erlaubnis der ukrainischen Regierung in der Sperrzone um den Tschernobyl-Reaktor auf. Es entstanden 4000 Fotos und etliche Interviews. Von 18.30 bis 20.30 Uhr berichtet der Journalist von seinen Erfahrungen. An beiden Tagen sammeln Bolls zudem Spenden für den Verein Heimstatt Tschernobyl.

www.heimstatt-tschernobyl.org

www.neureuters.de