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Plötzlich ist wieder Winter

Bergedorf (vik). Um 8 Uhr morgens begann es in dicken Flocken auf Dächer, parkende Autos und Bäume zu rieseln. Innerhalb kürzester Zeit verwandelten sich die Straßen am gestrigen Freitag in Rutschbahnen, der Verkehr kam im Bezirk vielerorts nur im Schritttempo voran.

Die Stadtreinigung reagierte prompt: "Wir waren seit 7.30 Uhr mit 15 Räum- und Streufahrzeugen im Einsatz", sagt Sprecher Reinhard Fiedler. Die 40 Arbeitskräfte mussten zum Teil Zebra- und Kreuzungsstreifen sowie Verkehrsinseln vom Schnee befreien. Die Räumfahrzeuge hatten Schneepflüge vorgespannt. "Das passiert ganz selten", sagt Fiedler.

Gegen 11.30 Uhr legte der Winterdienst wegen des nicht nachlassenden Niederschlags eine zweite Schicht ein, besonders im Landgebiet mussten wenig befahrene Straßen erneut geräumt werden. Insgesamt wurden in Hamburg etwa 100 Tonnen Streusalz verbraucht.

Trotz Eis und Schnee blieben Verkehrsunfälle weitestgehend aus. Einzig der Fahrer eines Golf III verlor gegen 10.40 Uhr auf der Bergedorfer Straße in Richtung Hamburg die Kontrolle über sein Fahrzeug. Wahrscheinlich wegen unangepasster Geschwindigkeit kam er in Höhe der Lohbrügger Landstraße rechts von der Straße ab, fuhr auf eine Verkehrsinsel und prallte dann gegen einen Ampel- und Lichtmast. Um die beschädigten Masten abzusichern und die Straße zu räumen, rückte die Feuerwehr mit Löschfahrzeug und Drehleiter an.

Auch im Bergedorfer Umland führten Schneeschauer und Glätte zu Behinderungen. Nur zähflüssig lief der morgendliche Berufsverkehr, es kam teilweise zu langen Staus. Oft rutschten Fahrzeuge in Gräben oder gegen Bäume. Es blieb meist bei Blechschäden.

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