Selbsthilfegruppen

Kibis hat wieder eine feste Adresse

Geesthacht. Die Räume sind neu, der Träger auch _ doch das Team ist altbewährt. Renate Schächinger, Sabine Unrau und Susanne Urdahl arbeiten wieder gemeinsam für die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen (Kibis) im Kreis Herzogtum Lauenburg.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat die Trägerschaft für die Einrichtung übernommen, nachdem sich die Selbsthilfegruppen mehrheitlich für eine Lösung vom Arbeiter-Samariter-Bund ausgesprochen hatten.

Nun logiert Kibis am Neuen Krug 4 - neben der Schuldnerberatung und in einer Bürogemeinschaft mit dem Freundeskreis Hospiz. "Wir freuen uns, in diesen freundlichen Räumen neu starten zu können", sagt Renate Schächinger. Ein Beratungs- und ein Gruppenzimmer sowie ein Büro stehen im Dachgeschoss zur Verfügung. "Die Anonymität für unsere Besucher ist hier eher gegeben als im Rathaus", sagt Sabine Kessler vom Paritätischen Wohlfahrtsverband. Sie freue ich, auf die bewährten Beraterinnen setzen zu können.

Dass auch viele Selbsthilfegruppen dies so sehen, zeigt das neue Infoheft für April bis Oktober 2009. Rund 160 Kontaktadressen von Gruppen und Initiativen werden darin genannt, davon etwa 130 im Kreis Herzogtum Lauenburg. Das sind fast genauso viele wie früher. Beim Layout des Heftes wurde auf Wiedererkennung gesetzt: "In dieser Form erscheint es seit fast 20 Jahren in ganz Schleswig-Holstein", sagt Sabine Kessler.

Gibt es für bestimmte Probleme keine Ansprechpartner im Kreisgebiet, dann werden auch Kontakte in Lübeck oder Hamburg mit aufgenommen, so Renate Schächinger. 4000 Exemplare des Infoheftes wurden gedruckt, etwa 900 bereits verschickt. Es liegt an vielen öffentlichen Stellen aus - in Geesthacht im Rathaus und Gesundheitsamt, bei Pro Familia, im Johanniter-Krankenhaus und Oberstadttreff, in der Stadtbücherei und in der Volkshochschule.

Das neue Kibis-Büro setzt auch künftig auf Kooperation mit anderen Beratungsstellen und Einrichtungen. Am 22. April treffen sich alle Selbsthilfegruppen in Geesthacht. Sie vertreten etwa 3000 Mitglieder aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg. Dann geht es unter anderem um den Selbsthilfe- und Gesundheitstag im November. Und auch neue Gruppen sind in Vorbereitung: für Migranten und für Alleinstehende ab 60 Jahren.