Schule

Eltern fordern Umdenken

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Kai Gerullis

Geesthacht. Im Sommer 2010 soll in der Oberstadt Geesthachts erste Gemeinschaftsschule den Betrieb aufnehmen. Nach derzeitigen Plänen bedeutet der Neustart gleichzeitig das Aus für die Hauptschule am Buntenskamp.

Die verbleibenden Schüler sollen in die neue Schule am Dösselbuschberg integriert werden. Seit geraumer Zeit werden diese Pläne öffentlich diskutiert, doch nun formiert sich in der Elternschaft Widerstand.

"Wir machen uns große Sorgen um unsere Kinder", sagt Kay Korndörfer, Elternvertreter der Klasse 6b an der Buntenskampschule. "Die Schüler der jetzigen Klassen 5 bis 7 würden völlig neue Lehrer und Fächer bekommen. Außerdem werden bestehende Klassenverbände auseinander gerissen", so Korndörfer. Er befürchtet, dass die Schüler einen schlechteren Hauptschulabschluss bekommen, ihre ohnehin schwierigen Chancen auf dem Arbeitsmarkt sinken. "Gleichzeitig haben die Kinder aber keinen Vorteil von der neuen Schulform, weil sie reine Hauptschulkinder bleiben", sagt Korndörfer. Zusammen mit 40 weiteren Eltern hat er sich jetzt an Bürgermeister Ingo Fokken gewandt, um ein Umdenken bei der Planung zu erreichen. "Unser Wunsch wäre es, wenn die Buntenskampschule eine auslaufende Hauptschule bleiben würde", sagt Korndörfer. "Dann bleiben die Klassenverbände erhalten und die Schüler schreiben ihre Abschlussarbeiten am Buntenskamp."

Fokken zeigte sich gestern überrascht von den Forderungen der Eltern. "Wir müssen unsere Kräfte im Schulbereich bündeln und haben uns ganz klar positioniert, dass wir eine Gemeinschaftsschule in der Oberstadt einrichten", so Fokken. Einzige Chance wäre seiner Meinung nach eine Außenstelle der Gemeinschaftsschule am Buntenskamp. "Das macht aber keinen Sinn", so Fokken. Eine Benachteiligung für die jüngeren Jahrgänge an der Buntenskampschule könne er durch die Fusion nicht erkennen. "In der Oberstadtschule ist durch die vorhandenen Sporthallen und durch die super moderne Mensa ein viel besseres Angebot für die Schüler vorhanden." Allerdings versprach Fokken, sich mit der Kritik auseinanderzusetzen: "Unter Umständen könnte das Thema noch einmal im Ausschuss diskutiert werden."

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