Wasser- und Schifffahrtsamt

Tonnenweise Steine für ein sicheres Elbufer

Geesthacht (tja). 30 000 Tonnen Wasserbausteine bekommt das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) gerade aus Hamburg geliefert. Fast die Hälfte davon wird am Oberen Schleusenkanal in Geesthacht zwischengelagert.

"Von dort aus holen wir die Steine dann das ganze Jahr über ab, um sie an den Ufern zu verbauen", sagt Erich Wiese, Ingenieur beim WSA in Lauenburg.

Einmal im Jahr schreibt das WSA den Bedarf europaweit aus. Meistens liefert ein Hamburger Unternehmen, die Peute Baustoff GmbH, das Material. Mit einem Schwimmkran werden die Steine zurzeit von einem Binnenschiff entladen und an der Uferböschung östlich der Schleuse deponiert.

Die Wasserbausteine bestehen aus Eisensilikat. Das fällt bei der Produktion in der Norddeutschen Affinerie (NA) auf der Veddel in Hamburg bei der Kupferproduktion an. Die Peute Baustoff GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der NA und gilt als Spezialist für Wasserbausteine.

Die zur Verhüttung eingesetzten Kupfererzkonzentrate enthalten neben Kupfer und Schwefel rund 30 Prozent gebundenes Eisen. Unter Zugabe von Quarzsand wird bei einer Temperatur von 1250 Grad eine eisensilikatische Schmelze erzeugt. In speziellen Verfahren wird diese Schmelzflüssigkeit langsam abgekühlt und in großen Gusseisentöpfen in ein hochwertiges, kristallines Gestein geformt.

Für den Einsatz im Wasserbau zeichnen sich die Eisensilikatsteine durch eine hohe Rohdichte und Festigkeit, raue Oberflächen, eine vollkommene Raumbeständigkeit und sehr gute Frostbeständigkeit aus.

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