Feuerwache

Unendliche Geschichte eines Herren-Klos

Geesthacht (tja). In nur drei Monaten bauen einige Firmen ein komplettes Einfamilienhaus. Anders bei der Sanierung der Herren-Toilette in der Feuerwache an der Grünhofer Straße:

15 Wochen brauchten die Handwerksunternehmen, nur um den fünf Quadratmeter großen Raum zu erneuern. Mittlerweile ist das WC seit neun Wochen defekt, immerhin hatte es vorher eine Woche lang funktioniert.

"Wäre der neue städtische Bauhof in diesem Tempo gebaut worden, hätte ein junger Mann zu Beginn als Auszubildender auf der Baustelle anfangen können und wäre mit Abschluss der Bauarbeiten in Rente gegangen", sagte Klaus Wieckhorst, der Chef der Freiwilligen Feuerwehr Grünhof-Tesperhude, zu dem schleppenden Bauablauf in der Feuerwache. "Große Geschäfte sind auf der Damen-Toilette zu erledigen", ordnete er an. Für die kleine Notdurft der Retter stehen zwei Urinale in der Unterkunft im Ortsteil zur Verfügung.

Wieckhorst gab den Gästen, darunter Bürgermeister Ingo Fokken, jetzt während der Jahresversammlung einen kleinen zeitlichen Eindruck in den Baufortschritt. In der 4. Woche wurde der Spülkasten auf den alten Fliesen montiert. In der 7. Woche gab es dann erste Klebeversuche neuer Fliesen auf die alten Wandverkleidungen. Das Projekt scheiterte. In der 8. Woche wurden die alten Fliesen abgestemmt. Staub zog dabei durch die ganze Feuerwache. In der 12. Woche war endlich neu gefliest. Und in der 15. Woche waren die Arbeiten erledigt - eigentlich. Doch nun verhindert rot-weißes Absperrband den Zutritt ins stille Örtchen.

"Die Bauzeit war ja noch relativ kurz, wenn man bedenkt, dass das alte WC 35 Jahre alt war", sagte Fokken kopfschüttelnd zu der Baumaßnahme. Übrigens: An der Anfahrt der Handwerker kann es nicht gelegen haben - die Stadt hatte örtliche Betriebe beauftragt. Die hatten zuletzt immer wieder eine bessere Berücksichtigung an städtischen Bauarbeiten gefordert.

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