Freiwillige Feuerwehr

Personalnot bei der Wehr

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Timo Jann

Geesthacht. Die Personalnot bei der Freiwilligen Feuerwehr in Grünhof-Tesperhude nimmt dramatische Ausmaße an: Innerhalb eines Jahres sank die Zahl der aktiven Retter im Ortsteil von 45 auf 36.

Hoffnung macht die vor vier Jahren gegründete Jugendfeuerwehr: Einige Mitglieder konnten jetzt in den aktiven Dienst übernommen werden.

Das erklärte Wehrführer Klaus Wieckhorst während der Mitgliederversammlung der Wehr am Freitagabend. Tagsüber werden daher bei einem Alarm bereits grundsätzlich die Feuerwehrleute aus Geesthacht mit in den Ortsteil entsandt - mit einer entsprechend weiten Anfahrt. "Die Situation tagsüber ist nicht rosig", sagte Wieckhorst vor 35 Rettern und zahlreichen Gästen.

Die vor vier Jahren gegründete und in Grünhof-Tesperhude angesiedelte Jugendabteilung der Geesthachter Wehren trägt langsam Früchte. Erste Kameraden konnten jetzt in den Einsatzdienst übernommen werden. " Es gehört eine Menge Idealismus dazu, in der Feuerwehr aktiv zu werden" , sagte Wieckhorst. Doch die Arbeit mit modernen Geräten und eine tolle Kameradschaft seien es wert, sich zu engagieren. "Die Jugendfeuerwehr ist ein Segen für den Personalstand der Feuerwehr", betonte Bürgermeister Ingo Fokken. Er sagte seine Unterstützung zu, für mehr Kameraden zu werben. Erster Erfolg dabei: Drei auswärts wohnende Mitarbeiter der Geesthachter Stadtwerke GmbH wurden mit Meldern ausgestattet und stehen tagsüber während der Arbeit für Einsätze zur Verfügung.

"Die Feuerwehrkameraden leisten hervorragende Arbeit", lobte Geesthachts Polizeichef Henry Holst die Zusammenarbeit seiner Beamten mit den Feuerwehrleuten. Er stellte Uwe Krack als neuen "Dorfsheriff" für Grünhof-Tesperhude vor. Amtsinhaber Norbert Kontecki geht zum Monatsende in Pension. Krack wird wie Kontecki regelmäßig in der Wache an der Grünhofer Straße eine Sprechstunde anbieten.

2008 mussten die Feuerwehrleute zu 34 Einsätzen ausrücken. Deutlich weniger als im Jahr zuvor, da gab es 60-mal Alarm. "2008 war das Jahr der Feuer" , sagte Wieckhorst und zählte Löscharbeiten bei drei Groß-, einem Mittel- und sechs Kleinbränden auf. Sechs Menschen konnten gerettet werden.

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