Immobilien

Stadt rechnet mit gutem Jahr auf dem Bausektor

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Geesthacht (tja). Lediglich der Bau von 88 Wohneinheiten, so wenig wie selten in den vergangenen Jahren, wurde 2008 in Geesthacht beantragt. Folge: Das Investitionsvolumen ging von 43 Millionen Euro 2001 über 24 Millionen 2007 auf 16 Millionen Euro im Jahr 2008 zurück.

Denn auch bei Gewerbe-Immobilien tat sich im vergangenen Jahr nicht viel, insgesamt wurden von der Bauaufsicht der Stadtverwaltung nur 163 Genehmigungen erteilt.

"2009 wird ein gutes Jahr", sagt Andreas Pagel, der Leiter der Bauaufsicht. Bei ihm liegen Anfragen für zahlreiche größere Projekte vor. Zudem: Vermutlich zum 1. April soll die Landesbauordnung geändert werden. Dann gilt unter anderem ein Passus, der im Geschosswohnungsbau Grenzabstände verringert. Dadurch könnte höher und dichter an Grenzen gebaut werden. Für Investoren eine Möglichkeit, den Wert der Grundstücke noch besser auszunutzen. "Das sind Erleichterungen, für Bauherren sicher eine Motivation für Projekte", sagt Pagel.

Er geht davon aus, dass 2009 eine ganze Reihe von Großprojekten realisiert wird. Als Grundlage für das Wohn- und Geschäftshaus "Schiller-Center", das auf dem Eckgrundstück von Bergedorfer Straße und Schillerstraße geplant ist, wurde eine Abrissgenehmigung erteilt. "Da gab es im Vorfeld viele Gespräche, jetzt geht es um die Abstimmung des Neubaus", so Pagel. Viele Abstimmungen werden auch für das generationsübergreifende Millionenprojekt "Rathausquartier" nötig sein, um die verschiedenen Interessen der vielen Eigentümer unter einen Hut zu kriegen. Einfacher zu realisieren sein dürfte das Wohn- und Geschäftshaus an der Norderstraße. Dort, wo heute die "Ofenschmiede" steht, soll gebaut werden.

Vom Tisch ist zurzeit eine Randbebauung der Kiesgrube an der Hansastraße, Ecke Dösselbuschberg. Aber der gesamte Hafenrand entlang der Steinstraße, einschließlich der Fläche, wo früher das Kalksandsteinwerk am Hafen stand, bieten weitere Kapazitäten für Neubauten. "Hoffentlich geht es auch im Neubaugebiet Finkenweg-Ost mal weiter voran, da ist zurzeit nicht viel geplant", erklärt Pagel. Allerdings gibt es Gespräche, die für Geschosswohnungsbau vorgesehene Fläche für den Bau von Reihenhäusern freizugeben.

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