Tiere

Die Gesangsvirtuosen des Frühlings

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Wälder am Geesthang, Parks und alte Bäume, die Lage am Elbstrom und kleine Inseln - Geesthacht ist ein Paradies für Vögel. 85 unterschiedliche Arten brüten in der Stadt.

"Seitdem die Menschen nicht mehr Vögel jagen, sind ihre Siedlungen zu wichtigen Lebensräumen für viele Arten geworden", erklärt Vogelexperte Dr. Friedhelm Ringe vom Naturschutzbund (Nabu). Auf dem Wasser und an den Ufern der Elbe herrscht ebenfalls enormes Treiben: 200 Wasservögel und Zugvogelarten brüten am Hachede-Sand oder machen auf der Durchreise Halt.

Die Lage an der Elbe beschert Geesthacht aber noch eine Besonderheit: 55 bis 60 Nachtigallen-Paare singen in Frühjahrsnächten. Heerscharen von Vogelfreunden, selbst aus Hamburg und der weiteren Umgebung, kommen alljährlich zur Nachtigallen-Nacht des Naturschutzbundes auf die Werft-Halbinsel, um dem Gesang der Vögel und im Anschluss einem Konzert am Feuer zu lauschen.

Mehr als 200 Gäste führte Friedhelm Ringe im vergangenen Jahr - Tendenz steigend. In diesem Mai jährt sich die Nacht der Nachtigallen zum zehnten Mal. Anlass für den Nabu, am 8. Mai ein kleines Fest-Programm auf die Beine zu stellen. Ringe: "Wir planen im Anschluss an die Vogelführung die Aufführung einer lettischen Landschafts-Sinfonie, in der Nachtigallen eine Rolle spielen." Dazu gibt's Essen und Getränke. Weiteres wird bekannt gegeben.

Großer Beliebtheit erfreuen sich die Abendspaziergänge zum Kennenlernen der heimischen Vogelwelt. Unter dem Motto "Was singt denn da?" bietet der Nabu im April und Mai an jedem Mittwochabend (immer 18.30 Uhr am Parkplatz Waldfriedhof) Führungen an.

Neben der "Public Relation für die Natur" verfolgen die Nabu-Leute auch im Stillen viele Projekte: Ansiedlung von Fledermäusen und Turmfalken, Schutz der Amphibienbestände, der Schwalben, Vogelzählungen. 2008 waren junge Waldohreulen mitten im Hochseilgarten die Sensation.

Einmal im Monat bietet der Nabu spezielle Vorträge oder Wanderungen an. Um Urpferdchenfunde im Ölschiefer der Grube Messel geht's am 16. Januar, um das Naturreservat Schaalsee am 13. März, die Besenhorster Sanddünen am 19. April. Der tropische Regenwald Borneos ist am 28. April Thema, "Das brausende Leben an der Ostsee" folgt am 17. Mai. Um botanische Kleinode im ehemaligen DDR-Grenzgebiet geht's im Juni (Datum steht noch nicht fest). Genussradeln steht am 19. Juli auf dem Programm und am 29. August ist's wieder soweit: dann steigt die 13. Nacht der Fledermäuse.

Pilze sammeln und bestimmen (13. September), ein Vortrag: "Mit dem Fahrrad von Essen nach Indien" (8. Oktober) und ein Schnellkursus Obstbaumschnitt (8. November) runden das Programm ab. Alle Infos stehen im Internet unter www.nabu-geesthacht.de .

( (lu). )

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