Ich bin ein Azubi

Die Freude am Fernweh zum Beruf gemacht

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"Ich reise gern, da lag es nahe, diesen Beruf zu ergreifen", erzählt die künftige Reiseverkehrskauffrau Kira Oertker.

Nach zwei Ausbildungsjahren im Geesthachter First-Reisebüro Rauther weiß die 21-Jährige allerdings, dass die bunten Reisekataloge zwar regelmäßig Fernweh wecken, auf der anderen Seite aber jeden Morgen ordentlich in die Regale sortiert werden müssen. "Solche Routinearbeiten sind zwar nicht besonders spannend, aber notwendig, damit sie im Beratungsgespräch mit dem Kunden jederzeit zur Hand sind", sagt die junge Frau.

Auch wenn das Internet inzwischen Informationsquelle ist, können Reiseverkehrskaufleute auf die Kataloge nicht verzichten. "Viele Kunden möchten etwas in der Hand haben und zu Hause gemütlich darin blättern", hat Kira Oertker die Erfahrung gemacht. Trotzdem habe sich mit dem Internetboom das Geschäft der Reisebüros stark verändert. "Vor allem junge Menschen kommen sehr informiert zu uns und wissen ganz genau, was sie wollen", erzählt sie. Aber es gebe auch die Kunden, die sich gern beraten lassen. Voll im Trend: Individual-Reisen. "Hier ist psychologisches Geschick gefragt, schließlich soll jeder den Urlaub erleben, der zu ihm passt", sagt Kira Oertker. So eine Reiseplanung macht ihr besonderen Spaß. Wie Puzzlesteine müssten Anreise, Unterbringung und Erlebnisse zu einem Ganzen zusammen gefügt werden. "Da bin ich oft in Gedanken mit dem Kunden auf Tour", erzählt sie.

Kira Oertker beendet im nächsten Jahr ihre Ausbildung und darf schon jetzt fast alle Arbeiten erledigen, wie eine ausgebildete Reiseverkehrskauffrau. Kira Oertker mag an ihrem künftigen Beruf vor allem die Vielseitigkeit und die Arbeit mit gut gelaunten Menschen, die sich auf ihren Urlaub freuen. Nur sehr selten musste sie bisher Reklamationen unzufriedener Kunden bearbeiten. "Wir versuchen so gut zu beraten, dass niemand enttäuscht wird, schließlich ist der Urlaub die schönste Zeit des Jahres."

( (per). )

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