Weihnachtskonzert

Ein Abend voller Harmonie

Geesthacht (gb). Traditionell "zwischen den Jahren" erklang am Sonntag in der ausverkauften katholischen Kirche St. Barbara das Weihnachtskonzert.

Professor Dr. Wolfgang Hochstein, Christiane Laukemper (Sopran), der St.-Barbara-Chor und das "Hasse-Ensemble" der Musikhochschule Hamburg sowie Kerstin Wolf an der Orgel sorgten für eine musikalische Bescherung. "Es war ein tolles Programm voller Harmonie", "Weihnachtsstimmung pur", "Honig für die Seele" - war es mehrfach zu hören.

Schwungvoll eröffnete den Abend Kerstin Wolf mit der Orgel-Toccata von Léon Boellmann. Dann wurde es richtig andächtig, als der Chor drei Weihnachtslieder der westfälischen Komponistin Leni Timmermann anstimmte, die Wolfgang Hochstein für den lettischen Mädchenchor "Cantus" aus Kuldiga arrangiert hat. Vor allem "Die Christbaum-Legende" entzückte restlos. An die Hirten auf dem Felde erinnerte dann stellenweise die Pastoralmesse G-Dur des britischen Komponisten Colin Mawby (geb. 1936). In klassischem Aufbau (ohne Credo) Kyrie - Gloria - Sanctus - Benedictus - Agnus Dei verpackt, verknüpfte Mawby die lateinische Messe mit pastoralen Klängen - einfühlsam von Christiane Laukemper, Chor und Orchester interpretiert. Zart und wohlklingend die drei polnischen Weihnachtlieder für Chor und Orchester in der Bearbeitung von Wolfgang Hochstein.

"Kein Konzert ohne Hasse", schmunzelten einige Besucher, die dafür mit einem "Konzert im Konzert" belohnt wurden: Voller Hingabe, mit strahlender Stimme auch in den hohen Partien sang Christiane Laukemper die Solomotette "Alta nubis illustrata" des Bergedorfer Barockkomponisten, von den Streichern und Hochstein am Cembalo begleitet. Und ein Fortissimo zum Ausklang - die Ausführenden und die mehr als 300 Zuhörer stimmten laut und freudig "O du fröhliche" an.

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