Investitionen

Die Stadt saniert ihre Wohnungen

Karin Lohmeier

Geesthacht. 190 Wohnungen sind im Besitz der Stadt. Doch obwohl sie gerne als "Tafelsilber" bezeichnet werden, altern sie gar nicht edel. Schlechte Wärmedämmung, zum Teil Kohleheizung, Bäder mit dem Charme der 60er-Jahre und Küchen mit uraltem Linoleumboden: Die städtischen Wohnungen sind zwar günstig, aber in keinem guten Zustand.

In den kommenden Jahren sollen Millionen Euro investiert werden. Und es wird über ein neues Konzept zur Bewirtschaftung beraten.

Nun soll es ein neues Konzept für ihre Bewirtschaftung geben. Der Finanzausschuss berät am kommenden Montag in nicht öffentlicher Sitzung darüber. Näheres will Bürgermeister Ingo Fokken noch nicht sagen. Er rechnet damit, dass sich die Beratungen in Fraktionen und Ausschüssen hinziehen.

In der Ratsversammlung am vergangenen Freitag war von einer GmbH die Rede. Gibt es dazu noch reichlich Diskussionsbedarf, so ist doch schon eines beschlossen: Die Stadt investiert in den kommenden Jahren viel Geld in ihre Wohnungen. 900 000 Euro stehen im Haushalt 2009 für Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung, für die Jahre 2010 bis 2014 sind jeweils 1,65 Millionen Euro vorgesehen.

"Die Wohnungen sind in einem erbärmlichen Zustand, wir wollen, dass dort sofort etwas passiert", sagte Sabine Heinzel-Große von den Linken.

Mit SPD und Grünen lehnte ihre Fraktion einen Antrag der FDP ab, die den Ansatz für 2009 auf 600 000 Euro reduzieren die Verpflichtungsermächtigungen für die Folgejahre auf Null setzen wollte.

Im Stellenplan hat die politische Mehrheit in der Ratsversammlung eine neue Stelle für einen Hochbauingenieur vorgesehen, der sich um die Wohnungen kümmern soll.

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