Lessing-Jahr

Das Gespräch geht weiter

Geesthacht (kl). Mehr als 40 Veranstaltungen haben die Religionen und Kulturen in Geesthacht miteinander ins Gespräch gebracht - das ist die Bilanz des Lessing-Jahres. Am Dienstagabend diskutierten die Veranstalter mit etwa 30 Interessierten.

Zentrale Fragen dabei: Wie kann und soll das "Gespräch unter Freunden" weitergehen? Was können Geesthachter tun, um Lessings Gedanken von Toleranz und Humanität heute Geltung zu verschaffen?

Zwei Projekte weisen in die Zukunft: So hat die Agenda 21-Gruppe "Tolerantes Geesthacht" einen Gesprächskreis mit Muslimen und Christen installiert. "Es sind gute Kontakte entstanden", berichtete Dorly Petersen. Das Museum Krügersches Haus will sich dem Thema "Zuwanderer in Geesthacht" zuwenden. Auch die Berichte der Stadtbücherei, des Kleinen Theaters, des Lauenburgischen Kunstvereins und der Lessing-Gesellschaft zeigten die besondere Vielfalt des Projektes. "Ich wusste vorher gar nicht, wie aktuell Lessing für uns heute noch ist", war mehrfach aus dem Publikum zu hören. Um Toleranz und aufgeklärtes Miteinander ging es auch in fünf Kurzfilmen von Schülern des Otto-Hahn-Gymnasiums. Sie hatten sich Gedanken über Konflikte mit Mitschülern und den Umgang mit Neuzugängen gemacht.

"Es war ein erfolgreiches Projekt. Und die 'zweite Aufklärung' bleibt für uns ein Ziel", sagt Stadtarchivar Dr. William Boehart. Im Januar gibt es noch drei Termine: 15. Januar Vortrag "Ernst und Falk", 20. Januar Lesung "Der heitere Lessing" und 30. Januar Theater "Ernst und Falk".

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