Spielplatz

Wikinger im Eismeer lädt zum Toben ein

Timo Jann

Geesthacht. Nach einer Steinzeitlichtung im Düneberger Wald, einem Dschungelgelände an der Hegebergstraße und einem Piratennest am Elbstrand wird Geesthachts Spielplatz-Landschaft jetzt um Wikinger im Eismeer erweitert. Am Klaus-Groth-Weg soll im Frühjahr 2009 für rund 65 000 Euro der Spielplatz erneuert werden. Spätestens zum Sommer soll hier getobt und gespielt werden können.

Die bisherige Anlage soll im Frühjahr nach Vorstellungen der Kinder aus der Siedlung erneuert werden.

Als Thema entwickelten die Kinder aus der Siedlung gemeinsam mit Willi Blum von der Stadtjugendpflege und Designerin Anke Meixner eine sehr beeindruckende Wikinger-Landschaft.

Den vorhandenen und eher schlicht ausgestatteten Spielplatz umzugestalten, ist nicht ganz einfach. In unmittelbarer Nachbarschaft steht ein Mehrfamilienhaus, dessen Bewohner durch die Umbaumaßnahme nicht zu viel Kinderlärm ausgesetzt werden dürfen. "Und dann haben wir so viele Ideen entwickelt, die wir für das zur Verfügung stehende Geld gar nicht alle realisieren können", sagt Anke Meixner. Dabei stellt Geesthacht jährlich Zehntausende Euro zur Verfügung. Die Kinder haben an zwei Tagen zunächst den alten Spielplatz inspiziert und dann ihre Wünsche gesammelt. Aus Pappe und Knete und anderem "Baumaterial" wurde gebastelt. Aus diesen Basteleien entstanden nun konkrete Pläne.

"Die Kinder haben tolle Ideen geliefert", lobte Willi Blum. Und auch die Eltern zeigten sich nach der Präsentation der Entwürfe im Jugendhaus "Düne" begeistert. "Mir gefallen die Sachen ausgesprochen gut, ich freue mich auf diesen Spielplatz für die Kinder", sagte Tanja Haase, deren Sohn mit vielen liebevollen Details am Entwurf für ein imposantes Wikingerschiff mitarbeitete. Künftig soll es am Klaus-Groth-Weg auf Federn gelagerte Wackel-Eisschollen, einen Eisberg mit Geheimgang und Rutsche, ein Wikingerschiff mit Mastbruch, an dem in luftiger Höhe gehangelt werden kann sowie eine Tafelrunde als Sitzgelegenheit geben.

In den vergangenen Jahren hat die Stadt durch die Investitionen in Höhe von etwa einer Million Euro eine einmalige Modernisierung der Spielplätze mit individuellen Spielgeräten geschaffen.

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