Leserbrief

"Ohne genügend Informationen für Bürger"

Betr.: "Ruhewald sorgt für Unruhe", Geesthacht-Seite vom 1. 11. 2008

Der Ruhewald sorgt hier für große Unruhe, weil das Vorhaben ohne genügende Information der Bürgerinnen und Bürger mit bemerkenswerter Zielstrebigkeit von der Bismarkschen Forstverwaltung und der CDU vorangetrieben wird.

Zunächst einmal: "Kaum jemand hat hier etwas gegen einen Ruhewald!"

Im Gegenteil, es ist eine schöne Vorstellung, in unserem schönen Wald seine letzte Ruhestätte zu finden.

Aber nicht in diesem geplanten so genannten "Friedwald" von 100 000 Quadratmetern für überregionale Bestattungen. Hier wird versucht, ein Urnenfeld von beträchtlicher Größe einzurichten auf dem zum Beispiel auch Bestattungen von Verstorbenen aus dem großstädtischen Umfeld erlaubt sein werden. Die Kosten pro Urne werden ca. bei 700 Euro liegen, zusätzlich zu den Kosten des Beerdigungsunternehmers.

Die Anzahl der jährlichen bzw. wöchentlichen Bestattungen wird erheblich sein.

Die Schaffung der Infrastruktur, sanitäre Einrichtungen, Entsorgung und Erhaltung wird die Gemeinde vor kostenträchtige Probleme stellen.

Der Ruhewald soll an der belebten B 207 liegen und genau auf der anderen Straßenseite liegt unser Wasserwerk.

Es ist heute nicht voraussehbar, welche trinkwasserschädlichen Eintragungen von einem Urnenfeld dieser Größe in den Boden sinken und vielleicht erst in Jahrzehnten unser Trinkwasser belasten. Der Brunnen musste erst vor wenigen Jahren mit viel Kosten tiefer gebohrt werden, weil die Wasserqualität nicht mehr den Trinkwassernormen entsprach. Warum einen Urnenfriedhof im Wald in dieser Größe für überregionale Nutzung?

Viele können sich gut einen regional nutzbaren Ruhewald vorstellen, etwas entfernter von unserem Wasserwerk, nutzbar für Kröppelshagen-Fahrendorf, Escheburg, Dassendorf.

( Uwe Klosz, Frachtweg 12, 21529 Kröppelshagen )

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