Serie: Ich bin ein Azubi

Umweltschutz wird immer wichtiger

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Im dritten Lehrjahr absolviert Michael Krause beim Geesthachter Klärwerk seine Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik. "Vor einigen Jahren hat man den Beruf des Ver- und Entsorgers, der für zu viele Aufgaben galt, in spezialisierte Fachgebiete für die Abfallwirtschaft und Wassertechnik aufgeteilt", sagt der 19-Jährige.

Im August wird er seine Lehre als Spezialist für Abwassertechnik abschließen und ein gefragter Mann sein. Aus Umweltschutzgründen ist für Kommunen und Unternehmen ein optimierter Umgang mit Abwasser ganz entscheidend.

Als Fachkraft für Abwassertechnik werden die Auszubildenden zu Allroundkräften ausgebildet. Sie müssen sich in der Elektrotechnik ebenso auskennen wie in der Metallbearbeitung. Laboranalysen gehören ebenso zum Aufgabengebiet wie das Leben von Mikroorganismen. "Der Beruf ist extrem abwechslungsreich", erklärt Michael Krause.

Täglich kommt der 19-Jährige aus Boizenburg zur Arbeit zum Klärwerk am Elbufer zur. "Die Unterstützung der Kollegen ist klasse, ich genieße hier eine tolle Ausbildung", sagt er. Die Stadt garantiert ihren Auszubildenden nach Abschluss der Lehre eine vorübergehende Anstellung, damit sich die frisch gebackenen Gesellen aus einer Beschäftigung heraus einen neuen Job suchen können.

Neben den Aufgaben in kommunalen Kläranlagen sind Fachkräfte für Abwassertechnik auch in der freien Wirtschaft begehrte Arbeitskräfte, etwa bei Firmen zur Kanaluntersuchung. "Wir bilden seit einigen Jahren über Bedarf aus, um allen Jugendlichen eine Chance zu geben", berichtet Andreas Schneider vom Klärwerk. Zu den Aufgaben seines Azubis gehört vor allem die Biologie im Abwasser, regelmäßig müssen Proben analysiert werden. "An den Mikroorganismen kann man die Qualität des Wassers beurteilen", erklärt Michael Krause.

In seiner Freizeit widmet sich der 19-Jährige seiner Familie und seiner Freundin. Gern spielt er Bassgitarre. Bis vor kurzem gehörte er noch einer Band an, die sich aber gerade aufgelöst hat.

"Eines ist an diesem Beruf noch ganz wichtig", sagt Michael Krause. "Alle Menschen denken immer, man hat einen sehr schmutzigen Job, wenn man mit Abwasser zu tun hat. Das ist nicht so. Hier ist alles ganz sauber, wir kommen alle frisch geduscht und gestylt von der Arbeit", sagt der 19-Jährige.

( (tja). )

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