Platzmangel

Keine weiteren Räume fürs Museum

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Kai Gerullis

Das Museum platzt aus allen Fugen. Da es im Krügerschen Haus keine Abstellmöglichkeiten gibt, haben Museumschef Wolf-Rüdiger Busch und die Ehrenamtlichen des Heimatbund und Geschichtsvereins ein großes Problem: Immer mehr Geesthachter stiften dem Haus historische Erinnerungsstücke aus der Region.

Krügersches Haus und Geschichtsverein sollen Lager im Betriebshof in der Oberstadt nutzen.

Doch das Team des Krügerschen Hauses weiß nicht, wohin damit. "Seit es das Museum gibt, hatten wir nie einen Abstellraum", so Busch. Nun sind in der direkten Nachbarschaft Flächen frei geworden - doch der Ausschuss für Schule, Sport und Kultur konnte sich nicht durchringen, die 120 Quadratmeter großen Räume für 730 Euro pro Monat anzumieten. "Für mich zeigt das, dass die Arbeit der Ehrenamtlichen mit Füßen getreten wird", drückte Helmut Knust vom Heimatbund und Geschichtsverein seine Enttäuschung über das Votum aus.

Als Grund für die Ablehnung wurde im Ausschuss von Grünen und der SPD angeführt, dass die Stadt über genügend Lagermöglichkeiten verfügt. "Wir sind nicht dafür, zusätzliche Räume anzumieten", sagte Karin Buhl (Grüne). Auch Gisela Ellerbrock (SPD) signalisierte Ablehnung: "Wir sollten lieber sehen, ob man nicht mit dem Platz im neuen Betriebshof auskommt." Für Busch eine Lösung, die mit Problemen behaftet ist. "Unsere großen Vitrinen werden durch den Transport beschädigt", so Busch. Zudem sei es sinnvoll, die gestifteten Erinnerungsstücke der Geesthachter nah am Museum zu lagern. "Einige wollen sehen, wo ihre Dinge untergebracht werden", betonte Busch. Für den Ausschussvorsitzenden Herbert Gröber (CDU) ein Argument, der Anmietung positiv gegenüber zu stehen. "Die räumliche Nähe ist bestechend. Das wäre ideal für die Lagerung der Exponate." Die Abstimmung endete schließlich mit einem Patt - der Antrag gilt als abgelehnt.

Für den Geschichtsverein bedeutet die Entscheidung, dass er eine geplante Aktivität zurückstellen muss. "Wir wollten in den Räumen auch eine Geschichtswerkstatt einrichten, um Kindern Heimatgeschichte näherzubringen", so Helmut Knust. "Wir als Verein können uns 730 Euro Miete aber nicht leisten."

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