Jubiläum

Fünf Jahre gelebte Städtepartnerschaft

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Kai Gerullis

Es begann 1990 mit einem Hilfstransport: Um der Not leidenden Bevölkerung in Lettland nach der Loslösung von der Sowjetunion zu helfen, brachten Geesthachter dringend benötigte Güter nach Kuldiga. "Diese Transporte starteten teilweise unter abenteuerlichen Bedingungen, aber daraus sind wunderschöne menschliche Begegnungen entstanden", sagt Bürgermeister Ingo Fokken.

Mit einem Festakt, politischem Austausch, einer Ausstellung und der Teilnahme am Weihnachtsbasar wird das fünfjährige Bestehen gefeiert.

Sie bildeten schließlich das Fundament einer Partnerschaft zwischen den beiden Städten und ihren Bürgern, die 2003 offiziell geschlossen wurde. Ende des Monats wird das fünfjährige Bestehen der Verschwisterung in Geesthacht ausgiebig gefeiert.

"Den Auftakt für die Feierlichkeiten bildet eine Lesung am Dienstag, 18. November, in der Stadtbücherei", erzählt Bettina Krischer vom Komitee für internationale Begegnungen. Unter der Überschrift "Falscher Faust & harte Drogen" liest Matthias Knoll Geschichten aus dem Städtchen an der Venta (20 Uhr, 6 Euro).

Eine Woche lang dreht sich vom 23. November an zudem im Krügerschen Haus alles um Kuldiga. In der Ausstellung "Leinen, Holz, Bernstein - Kunsthandwerk aus Kuldiga" zeigt das Museum bearbeitete Gegenstände lettischer Künstler. Unter anderem führt ein Gast aus Kuldiga die alte Webkunst zur Herstellung von Namensbändern vor.

Weiterer Höhepunkt ist ein Festakt am Sonnabend, 29. November, in der neuen Mensa der Oberstadtschule. "Wir planen ein fröhliches Beisammensein", sagt Fokken. Neben Besuchern aus Kuldiga werden auch Delegationen aus den Partnerstädten Plaisir und Hoogezand-Sappemeer erwartet. Im Anschluss soll gemeinsam bei Musik und einem Buffet ausgelassen gefeiert werden. "Es geht schließlich darum, dass die Menschen die Partnerschaft leben und nicht, dass nur die Offiziellen die Hände schütteln", so Fokken.

Auf dem traditionellen Weihnachtsmarkt des Vereins Partnerschaft Afrika (Sonntag, 30. November, Sporthalle Berliner Straße) freuen sich die Delegationen zudem, mit vielen Geesthachtern ins Gespräch zu kommen - die Partnerstädte beteiligen sich mit einem gemeinsamen Stand. Die Gäste können sich beispielsweise auf Honig und Lebkuchen aus Plaisir freuen.

Gespräche stehen weiterhin am Sonnabendvormittag, 29. November, auf dem Programm: Dann lädt Bürgervorsteher Peter Groh alle Geesthachter Ratsmitglieder und die internationalen Besucher ins Gasthaus Hagen ein. "Das Motto ist 'politischer Stammtisch'. Uns geht es darum, gegenseitig über unsere Arbeit zu sprechen", sagt Groh.

"Ende November ist Geesthacht sehr international. Wir freuen uns sehr auf die Feierlichkeiten", betont Bürgermeister Fokken.

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