Seniorenzentrum

Ist das Katzbergheim noch zu halten?

Annette Luckey

Kann die Stadt das Seniorenzentrum Am Katzberg noch halten? Diese Frage beschäftigt die Politiker aller Fraktionen. Schon das Jahr 2007 endete mit einer Unterdeckung von knapp 155 000 Euro. Durch Auflösung der Rücklagen konnte das Defizit auf rund 50 000 Euro zurückgefahren werden. Doch nun tun sich immer größere Löcher auf.

Defizit wächst auf 250 000 Euro. Investitionen in die Modernisierung des Hauses stehen an.

Schon 2009 stehen nach dem Wirtschaftsplan Verluste in Höhe von 250 000 Euro ins Haus. Defizite, die die Stadt als Betreiber aus dem allgemeinen Haushalt begleichen muss.

Obendrein ist das Heim, das 108 vollstationäre Plätze in 30 Einzel- und 39 Doppelzimmer bietet, nicht mehr zeitgemäß ausgestattet. Viele der Doppelzimmer sind nicht nur modernisierungsbedürftig, sondern auch nicht mehr gefragt. Obendrein müssen Dach, Bäder, Heizungsanlage und vieles mehr erneuert werden.

Rund sieben Millionen Euro, so erfuhr der Werkausschuss hinter verschlossenen Türen, muss die Stadt in die Hand nehmen, um das Heim wirtschaftlich und konzeptionell auf Vordermann zu bringen. Die Konkurrenz schläft nicht - Geesthacht hat viele attraktive Seniorenzentren aufzuweisen.

"Mit Hinblick auf die schwindenden Geldreserven der Stadt sieht die CDU-Jugendorganisation keine Zukunft für das Altenheim", so der JU-Vorsitzende Christoph Bähnk in einer Pressemitteilung. Das sehen die CDU und SPD-Fraktionen der Ratsversammlung jedoch anders. "Wir haben schon unheimlich viel investiert", so CDU-Ratsherr Sven Menge mit Blick auf die neue hochmoderne Heimküche. 450 000 Euro, darunter Planungskosten sind im Etat 2009 eingestellt.

Und auch die SPD-Sozialausschussvorsitzende Elke Leonhardt sagt: "Wir tun etwas für die Schulen, für die Kindergärten und wir werden auch Geld für die Senioren ausgeben." Am nächsten Sonnabend berät die SPD zum Thema in Klausur.

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