Kirchenmusik

Soul-Profis aus Hohenhorn

60 Erwachsene des Chores "Soul and More", 17 Kinder und Jugendliche der Nachwuchsformation "Younger Souls" und zehn Mitglieder der Band "Sound and More", dazu eine bis auf den letzten Platz besetzte Kirche in Hohenhorn: Das waren die Rahmenbedingungen für einen Abend voller Soul, Pop und Rock, zu dem Chorleiterin Agnes Bröcker mit ihren drei Ensembles am Sonnabend eingeladen hatte.

Dass die Hohenhorner Kirchenmusiker über eine treue Fangemeinde verfügen, war schon vor Konzertbeginn an den vielen Autofahrern zu merken, die weiträumig Parkplätze suchten. Für ihre Geduld wurden die Konzertbesucher dann aber mehr als ausreichend belohnt. Geboten wurde ein fast zweistündiges Konzert, das unter dem Motto "Take me as I am" ("Nimm mich an, wie ich bin") stand.

Das fällt bei den Leistungen, die Agnes Bröcker mit Band und den beiden Chören präsentierte, kein bisschen schwer. Ob das mit Inbrunst vorgetragene "Rivers of Joy", das grandiose "Going up yonder" oder die herrliche und mit Hüten und Sonnenbrillen auch stilecht gespielte Blues-Brothers-Kopie "Everybody needs somebody" - was die Freizeitmusiker von Band und Chören bieten, ist mehr als nur beachtlich. Ein Raunen geht dann durch den Raum, als Baldur Freiwald "Unchain my Heart" anstimmt und eine beträchtliche stimmliche Verwandschaft mit Altmeister Joe Cocker offenbart.

"Ich mag alles, was mit christlichen Inhalten zu tun hat. Das wollen wir den Menschen nahe bringen", erzählt Agnes Bröcker nach dem Konzert. Theologie und Latein hat sie studiert, sich dann erst der klassischen Kirchenmusik und dann der populären Variante zugewandt. Mit Erfolg. Und vor allem: Mit viel Soul.

( (ro). )

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