Treffpunkt auf der alten Deponie

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Annette Luckey

Die Arbeiten für die Randbegrünung sollen bereits im kommenden Jahr beginnen.

Die Einwohner der Gemeinde Wiershop haben einen Blick in die ferne Zukunft gewagt - bis zum Jahr 2050. Ein grüner Hügel, umrahmt von Bäumen und eingefasst von mehreren Knicks, wird sich dann am Rappenberg erheben, dort wo sich heute die Deponien des Abfallwirtschaftszentrums der Firma Buhck befinden.

Ein Info-Häuschen als Treffpunkt für die Dorfbewohner soll auf der Hügelspitze stehen. Im Winter, wenn Schnee liegt, haben die Kinder ihren Spaß: Für sie soll eine lange Rodelbahn angelegt werden. In zwei Becken wird das Deponiewasser aufgefangen und beprobt, bevor es in die Kläranlage geleitet wird.

Der Entwurf für die Begrünung und Renaturierung des 14 Hektar großen Deponiegeländes stellte jetzt die Firma Buhck während einer Einwohnerversammlung den Bürgern vor. Bürgermeister Hans-Ulrich Jahn: "Wir finden das Konzept gut. Es kommt an."

Die Altdeponie auf dem Gelände ist bereits abgedeckt und renaturiert. "Doch wir wollten nicht mehrere Hügel, sondern eine einheitliche Oberfläche schaffen", erläutert Mitinhaber Thomas Buhck das neue Konzept. Mit neuen Deponie-Genehmigungen war die ursprüngliche Planung veraltet.

Nun sollen das Profil der bereits abgedeckten Altdeponie angepasst und weitere Flächen, die schon verfüllt sind, begrünt werden. Ein Drittel des Geländes ist erst belegt - und bietet Platz für weitere 20 Jahre.

Beginnen will die Firma Buhck gleich im kommenden Jahr, wenn das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen ist. "Wir starten zunächst im Nordteil mit der Randbegrünung", so Thomas Buhck.

Im Abfallwirtschaftszentrum sind Rohstoffgewinnung, Recycling und Entsorgung auf 50 Hektar miteinander verzahnt. Seit 1980 betreibt die Buhck-Gruppe das Abfallwirtschaftszentrum in Wiershop. Insgesamt gehören zehn Standorte in Norddeutschland und einer in Polen zum Unternehmen. Das Abfallwirtschaftszentrum am Rappenberg hat das Familienunternehmen zu seinem größten Standort ausgebaut.

35 000 Tonnen Bauabfälle werden in Wiershop jedes Jahr sortiert. Ein Großteil des vermeintlichen Mülls wird weiterverwertet, nur fünf Prozent landen heute noch auf der Deponie. Auch beim Hausmüll sollen bald vergleichbare Quoten erreicht werden.

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