Streit um "Rechtsbündnis"

Heftig wurde in der vergangenen Woche über den barrierefreien Ausbau des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) diskutiert. Jetzt sorgt die Wortwahl der SPD-Ratsherrin Kathrin Bockey über die Zusammenarbeit von CDU und den Liberalen für Aufregung bei der FDP. Bockey hatte der CDU vorgeworfen, in den vergangenen Jahren zu keinem Zeitpunkt ihre Mehrheit des "Rechtsbündnisses" genutzt zu haben, um am OHG für Fahrstühle zu sorgen.

"Gegen diesen Vergleich mit rechts orientierten Parteien verwahrt sich die FDP Geesthacht ausdrücklich", so der Fraktionsvorsitzende Rüdiger Tonn. Die FDP hatte gemeinsam mit der CDU in der letzten Wahlperiode eine Kooperation vereinbart. Tonn: "Dies bezeichnet man im Allgemeinen als 'bürgerliches Bündnis'." Für seine Partei stehe der liberale Gedanke stets im Mittelpunkt der Politik. "Ein Vergleich mit rechten Gruppierungen empfinden wir als Beleidigung und erwarten zunächst eine Entschuldigung von Frau Bockey. Von der SPD erwarten wir, dass sie sich ebenfalls von der Äußerung Frau Bockeys distanziert", so Tonn.

Kathrin Bockey zeigte sich auf Nachfrage unserer Zeitung überrascht über die Reaktion, die sie als "Missverständnis" betrachtet. "Ich habe meine Worte als Gegensatz zum viel zitierten 'Linksbündnis' gewählt", so Bockey. "Ich habe dies in meinem Bewusstsein getan, dass in der Ratsversammlung keine der Parteien radikal ist." Zu einer Entschuldigung sei sie vor diesem Hintergrund bereit: "Sollte es zu Missverständnissen gekommen sein, tut mir das leid. Gern bin ich bereit, eine Zusammenarbeit von FDP und CDU als 'bürgerliches Bündnis' zu bezeichnen."

( (ger). )

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