Lüneburger Heide

Bier eines Hobbybrauers wird „Kulinarischer Botschafter“

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Kai Beitzer kontrolliert sein selbst gebrautes Bier. Er braut Bier in einem alten Schlachtraum.

Kai Beitzer kontrolliert sein selbst gebrautes Bier. Er braut Bier in einem alten Schlachtraum.

Foto: Philipp Schulze / dpa

Kai Beitzer aus der Lüneburger Heide erhielt eine besondere Auszeichnung. ;it dem Brauen kommt er kaum nach

Egestorf . Regionale Produkte sind in, Bierbrauen auch. Hobby-Brauer Kai Beitzer aus der Lüneburger Heide erhielt nun eine besondere Auszeichnung. Und mit dem Brauen kommt er kaum nach.

Das Kellerbier „Egestorfer Fuhrenbräu“ des regionalen Hobby-Brauers ist zum „Kulinarischen Botschafter“ Niedersachsens ernannt worden. „Das ist eine tolle Sache, da bin ich stolz drauf“, sagt der 54-Jährige zur Auszeichnung der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft. Sein handgebrautes „Fuhrenbräu“ – helles Keller- und Bockbier – wird tausend Stunden in dem 750-Liter-Tank auf seinem Hof gelagert, haltbar ist es gekühlt nur vier Wochen. Es besteht aus Heidewasser, Gerstenmalz, ausgewählten Hopfen und Hefe.

„Ich könnte mehr verkaufen, als ich braue“

„Ich könnte mehr verkaufen, als ich braue“, erzählt Beitzer, der im normalen Alltag im Schichtbetrieb als Teammeister im Hamburger Hafen tätig ist. Sonnabends stehen bei ihm die Ausflügler Schlange vor der Garage, zudem verkauft er die Dreiviertel-Liter-Flaschen mit Bügelverschluss lokal an fünf Verkaufsstellen. „Ich mag das Persönliche, wenn die Leute auch von weiter her auf den Hof kommen. Das ist anders als im Supermarkt.“ Im vergangenen Jahr hat er mehr als 20.000 Liter gebraut. Sobald das Wetter besser wird, wird er wieder das sogenannte Biergeflüster im Garten anbieten - eine ausgiebige Probiergelegenheit für Gruppen, denen er von der langen Geschichte des Bieres erzählt.

Pläne für eine Erweiterung liegen auch schon in der Schublade. Beitzer hat sich für ein Grundstück in der Nähe beworben, um ein Bier-Erlebniszentrum aufzubauen. „Man muss in der Krise investieren“, sagt der Umtriebige, der nach eigenen Angaben schon den Wert eines Sportwagens in seine kleine Brauerei investiert hat.

Insgesamt 61 Produkte sind beim Wettbewerb „Regionale Botschafter 2022“ ausgezeichnet worden. Die Jury möchte besondere, charaktervolle und authentische Produkte aus Niedersachsen auswählen. Produkte, die im Idealfall die „Handschrift“ des Herstellers erkennen lassen. Das können auch neue Kreationen sein, die „Kreativität und Gespür für Trends und neue Ernährungsstile“ erkennen lassen.

( lni )