Niedersachsen

Feuerwehrleute bei Einsatz beschimpft und bedroht

Feuerwehrleute sind beim Löschen eines Brandes auf einem Bauernhof aus der Menschenmenge heraus beschimpft und bedroht worden (Symbolbild).

Feuerwehrleute sind beim Löschen eines Brandes auf einem Bauernhof aus der Menschenmenge heraus beschimpft und bedroht worden (Symbolbild).

Foto: dpa

140 Feuerwehrleute löschten Brand auf Bauernhof, rund 50 Kühe starben. Während des Einsatzes wurden Retter massiv angegriffen.

Holtland. Bei einem Feuer auf einem Bauernhof in Hotland (Landkreis Leer) sind in der vergangenen Woche rund 50 Kühe getötet worden, etwa 100 Tiere konnten gerettet werden. Der Brand hatte mehrere Gebäude des Hofes zerstört, zahlreiche Maschinen wurden beschädigt. Erst nach rund drei Stunden konnten die etwa 140 Feuerwehrleute das Feuer unter Kontrolle bringen.

Nach dem Einsatz meldete sich der Feuerwehrchef des Kreises auf Facebook zu Wort. Denn während der Löscharbeiten wurden die Retter aus der Menschenmenge heraus beschimpft und bedroht. Der Oberbrandmeister soll sogar körperlich attackiert worden sein.

Und auch nach dem Einsatz gingen die Beleidigungen weiter – in den sozialen Netzwerken. In einer Facebook-Gruppe seien laut Kreisbrandmeister Johann Waten sogar Angehörige der Feuerwehrleute beschimpft und bedroht worden.

Feuerwehrleute angegriffen: Bei Einsätzen geht es immer respektloser zu

"Ich weiß nicht, warum dort so respektlos und despektierlich mit den Kamerad*innen umgegangen wurde. Vielleicht war es die 'Rache' dafür, dass eine Gruppe zu ihrer eigenen Sicherheit von der Einsatzstelle verwiesen werden musste", schrieb Waten auf Facebook. Die Feuerwehr sei durchaus kritikfähig, bei den vergangenen Ereignissen seien jedoch Grenzen überschritten worden.

Feuerwehrleute berichten, dass es bei Einsätzen grundsätzlich immer respektloser zugehe, die Einsatzkräfte häufiger verbal oder auch körperlich attackiert werden. Der Landkreis prüft nun rechtliche Schritte.