Jäger kritisieren Verzögerungen beim Jagdschein

Hannover.  Jäger in Niedersachsen ärgern sich über das verschärfte Waffenrecht: Sie beklagen Verzögerungen beim Ausstellen und Verlängern von Jagdscheinen. Das sei „mehr als ärgerlich“, teilte die Landesjägerschaft mit. Es sei weder nachvollziehbar noch akzeptabel, wenn die Jagdschein-Antragsteller „aufgrund einer bürokratischen Fehlplanung nicht rechtzeitig ihren Jagdschein erhalten“. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums gibt es keine Übergangsvorschrift, Jagdbehörden müssten daher bei der Erteilung oder Verlängerung von Jagdscheinen erst beim Verfassungsschutz nachfragen.

Aber: Das Ministerium teilte mit, es sei „im Gespräch mit dem Verfassungsschutz, um das Prozedere so zügig und unkompliziert wie möglich zu gestalten“. Ziel sei, dass die Antragsteller den Jagdschein noch rechtzeitig zu Beginn der Jagdsaison am 1. April erhalten könnten. Die Landkreise Celle und Lüneburg hatten zuvor gewarnt, Jagdscheine könnten derzeit wegen der Verschärfung des Waffenrechts nicht ausgestellt oder verlängert werden.