Darknet

Falschgeld-Razzien in Hamburg und Niedersachsen

Die falschen Scheine wurden in Portugal hergestellt (Symbolbild)

Die falschen Scheine wurden in Portugal hergestellt (Symbolbild)

Foto: dpa

Polizei durchsucht Wohnungen in neun Bundesländern. Woran Sie gefälschte Scheine erkennen können.

Hannover. In Hamburg, Niedersachsen und sieben weiteren Bundesländern haben die Behörden Wohnungen wegen des Verdachts der Falschgeldbeschaffung im Darknet durchsucht. Die Razzien fanden in Niedersachsen im Landkreis Harburg, in Hildesheim und in Holzminden statt, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Montag in Wiesbaden mitteilte.

Daneben gab es auch Durchsuchungen in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. In Europa wurden Wohnungen sowie in Frankreich, Griechenland, Luxemburg, Irland, Österreich und Spanien.

Das könnte Sie auch interessieren:

Polizei warnt vor neuem Falschgeld aus dem Internet

Gefälschte Banknoten in Hamburg aufgetaucht

Demnach sollen 20 Verdächtige im Alter von 15 bis 59 Jahren auf illegalen Plattformen im Darknet Falschgeld erworben haben. Bei den Durchsuchungen in Deutschland handelte es sich um eine gemeinsame Aktion der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität und des Bundeskriminalamts.

Falschgeld wurde in Portugal hergestellt

Die Tatverdächtigen sollen sich das Falschgeld zwischen Dezember 2018 und Juli 2019 beschafft haben. Dabei handelte es sich den Angaben zufolge um 50- und 10-Euro-Scheine. Hergestellt wurden die falschen Scheine in Portugal, fünf mutmaßliche Hersteller und Verkäufer wurden im Sommer festgenommen.

Die vom 9. bis 16. Dezember vorgenommenen Durchsuchungen dienten dem Auffinden von Beweisen, sagte Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk. Festnahmen habe es nicht gegeben. Unter anderem wurden Falschgeld, Computer, Betäubungsmittel und gefälschte Ausweise sichergestellt. Es wurden weitere Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Tipps der Bundesbank: So erkennen Sie Falschgeld

  1. Schauen Sie die Banknoten genau an! Achten Sie dabei nicht nur auf den Gesamteindruck, sondern konzentrieren Sie sich ganz bewusst auf bestimmte Sicherheitsmerkmale, die Sie sich vorher eingeprägt haben.
  2. Verlassen Sie sich bei der Prüfung nicht allein auf ein Sicherheitsmerkmal.
  3. Gehen Sie nach dem Prinzip "Fühlen/Sehen/Kippen" die Ihnen bekannten Sicherheitsmerkmale der Reihe nach durch, und ziehen Sie, falls vorhanden, ein Banknotenprüfgerät in die Überprüfung mit ein.
  4. Besorgen Sie sich eine Vergleichsnote.
  5. Bestehen weiterhin Zweifel, lassen Sie die Note(n) bei Ihrer Hausbank oder einer der Filialen der Deutschen Bundesbank (nur Euro) überprüfen.

Tipps zu den wichtigsten Sicherheitsmerkmalen von Banknoten finden Sie hier. Wenn Sie Falschgeld erhalten haben, sollten Sie sofort die Polizei verständigen.