Umwelt

Emissionsarme Schiffe: In Geesthacht soll geforscht werden

Norbert Brackmann (CDU), Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft.

Norbert Brackmann (CDU), Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft.

Foto: dpa

Bei der Entwicklung von Wasserstoffantrieben könnte die Stadt zu einem Vorreiter werden. Der Bundestag fördert ein neues Institut.

Geesthacht. Bei den umweltverträglichen Schiffsantrieben der Zukunft wird die mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzelle hoch gehandelt. Und bei der Entwicklung solcher Wasserstoff-Schiffe könnte die Stadt Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) zu einem Vorreiter werden. Experten eines neuen Instituts des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sollen hier künftig maritime Energiesysteme für die Schifffahrt entwickeln.

Den Beschluss für die Finanzierung traf jetzt der Haushaltsausschuss des Bundestages. Mit 15 Millionen Euro pro Jahr wird der Bund das neue DLR-Institut fördern. „Das ist eine richtig große Sache für die ganze Region, es ist das erste Institut des DLR in Schleswig-Holstein“, freute sich Norbert Brackmann (CDU). Der Lauenburger Bundestagsabgeordnete ist Maritimer Koordinator der Bundesregierung und hatte sich für das Projekt starkgemacht.

Positive Reaktionen gab es auch vom Koalitionspartner SPD. „Mit diesem neuen Institut hält der Technologiestandort Deutschland Einzug im Kreis Herzogtum Lauenburg“, sagte die Lübecker Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn, Parlamentarische Staatssekretärin im Finanzministerium. „Klimaschutz funktioniert nur mit Alternativen zu klimaschädlichen Technologien und Antrieben. Der Einsatz von Wasserstoffsystemen ist dabei ein zentraler Baustein für die Mobilitätswende“, so die Geesthachter Bundestagsabgeordnete und Energiepolitikerin Nina Scheer (SPD). Geesthacht sei bei der Wasserstoffforschung „zukunftsfest aufgestellt“, sagte sie auch in Hinblick auf die Forschung des Helmholtz-Zentrums.

Die DLR-Wissenschaftler sind bereits an dem EU-Projekt „HySeas III“ beteiligt, bei dem eine schottische Werft in den kommenden Jahren eine Fähre mit Brennstoffzelle bauen will.