Zugverkehr

Bahnstrecke Hamburg–Sylt: Buchholz droht neue Strafen an

Die Züge nach Sylt fahren immer häufiger unpünktlich.

Die Züge nach Sylt fahren immer häufiger unpünktlich.

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister droht der Deutschen Bahn beim Marschbahngipfel mit neuen Strafzahlungen.

Niebüll. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) hat angesichts sinkender Pünktlichkeitswerte auf der Marschbahnstrecke von Hamburg nach Sylt der Deutschen Bahn mit erneuten Strafzahlungen gedroht. Seit Sommer gingen die Pünktlichkeitswerte wieder rapide bergab, sagte Buchholz am Dienstagabend auf dem dritten Marschbahngipfel in Niebüll.

In der ersten Oktoberwoche etwa sei die Bahn zwischen Niebüll und Westerland nur in 66 Prozent der Fälle pünktlich gewesen. In der vergangenen Woche lag dieser Wert seinen Angaben zufolge bei 57,4 Prozent. Wenn die Werte nicht besser würden, werde er wieder Geld einbehalten und die Pendler entschädigen: "Weil diese Größenordnung der Unpünktlichkeit inakzeptabel ist."

Gut 300 Pendler, Politiker, DB-Vertreter, Unternehmer und Touristiker haben auf der Veranstaltung in Niebüll ihren Unmut über die anhaltende Unpünktlichkeit, defekte Toiletten und Betriebsstörungen deutlich gemacht.