Cyberkriminalität

Ermittler heben Internet-Betrügerbande aus

Drei Verdächtige festgenommen. Durchsuchungen auch in Hamburg und Hannover. Die Männer sollen Bankkonten geplündert haben.

Göttingen/Braunschweig. Niedersächsische Fahnder haben eine im Internet agierende Betrügerbande ausgehoben. Bei einer Durchsuchungsaktion in sechs Städten seien drei Verdächtige festgenommen worden, teilten die Staatsanwaltschaft Göttingen und die Polizei Braunschweig am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung mit. Die Männer im Alter von 28 bis 30 Jahren sitzen in Untersuchungshaft. Zwei Personen wurden wieder auf freien Fuß gesetzt. Nach einem weiteren Mann wird noch gefahndet. Als Haupttäter gilt ein 30-Jähriger aus Langenhagen.

Die Bande soll sich im Internet die Passworte für Bankkonten von Privatleuten verschafft und diese dann geplündert haben. Nach den bisherigen Ermittlungen haben die Täter rund 335.000 Euro ergaunert und das Geld ins Ausland transferiert.

Internet-Kriminalität: Durchsuchungen auch in Hamburg und Hannover

Mehr als 160.000 Euro konnten die Fahnder während der Ermittlungen sicherstellen. Weitere 100.000 Euro fanden die Beamten am Mittwoch bei den Durchsuchungen in Langenhagen, Seelze, Goslar, Achim, Hannover und Hamburg. Zudem wurden Computer, Laptops, Handys und Speichermedien beschlagnahmt. Außerdem wurden zahlreiche Konten der Beschuldigten und eine Immobilie gepfändet. An der Polizeiaktion waren mehr als 100 Einsatzkräfte beteiligt.

Die für Internet-Kriminalität in ganz Niedersachsen zuständige Zentralstelle Cybercrime der Staatsanwaltschaft Göttingen und eine Spezialeinheit der Polizei Braunschweig ermitteln bereits seit langem gegen die Bande. Dazu wurden unter anderem in großem Stil Telefonanschlüsse überwacht.