Separatistenführer

Puigdemont schenkt Gefängnis in Neumünster Bücher

Carles Puigdemont geht mit gelbe Tüten in der Hand zur JVA.

Carles Puigdemont geht mit gelbe Tüten in der Hand zur JVA.

Foto: dpa

Die JVA sei ein Ort, der für immer mit seinem Leben verbunden sei, sagte der katalanische Separatistenführer. Nun kehrte er zurück.

Neumünster. Ein Jahr nach seiner Festnahme in Schleswig-Holstein ist der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont nach Neumünster zurückgekehrt. Er brachte am Montag eine Spende von 100 Büchern katalanischer Autoren in deutscher Übersetzung in die Justizvollzugsanstalt. Puigdemont sagte, er fühle sich glücklich, dieses Geschenk an einen Ort bringen zu können, der für immer mit seinem Leben verbunden sei.

Puigdemont war am 25. März 2018 an der Autobahn 7 auf der Rückreise aus Skandinavien festgenommen worden. Grundlage war ein von Spanien erwirkter europäischer Haftbefehl. Anschließend kam der Politiker in Neumünster in Haft und nach 13 Tagen unter Auflagen wieder frei. Im Juli hob das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht dann den Auslieferungshaftbefehl gegen Puigdemont auf. Auslöser war der Verzicht des Obersten Gerichts in Madrid auf eine Auslieferung des damals 55-Jährigen. Ende Juli verließ er Deutschland.