Altstadt

Planfeststellungsverfahren jetzt für gesamte S 4 beantragt

Altstadt. Die Deutsche Bahn hat jetzt für die gesamte neue S-Bahn-Linie S 4 von Hamburg nach Bad Oldesloe das Planfeststellungsverfahren beantragt. Für den zweiten und damit letzten der drei Planfeststellungsabschnitte sei der Antrag am vergangenen Freitag abgegeben worden, teilte die Bürgerschaftsfraktion der SPD am Sonntag mit. Die aufwendige Planung habe damit einen weiteren Meilenstein erreicht.

„Das nächste Jahrzehnt wird ganz im Zeichen des Schnellbahnausbaus stehen“, erklärte der SPD-Verkehrsexperte Ole Thorben Buschhüter. Hamburg, Schleswig-Holstein und die Bahn meinten es ernst mit dem Bau. „Für viele Tausend Hamburgerinnen und Hamburger entlang der Strecke rückt der S-Bahn-Anschluss in greifbare Nähe.“

Angesichts steigender Fahrgastzahlen soll zwischen Hamburg und Bad Oldesloe die neue S 4 entwickelt werden. Entlang der bestehenden Strecke werden zusätzliche Gleise für eine S-Bahn gebaut. Außerdem werden in Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt fünf neue Stationen geschaffen.

Gegenwärtig sind die Züge auf dieser Strecke ausgelastet. Das Problem: weil der Nah-, Regional- und Fernverkehr dieselben Gleise nutzen, kommt es häufig zu Behinderungen und damit zu Verspätungen und Zugausfällen. Ferner sind viele Ziele in Hamburg derzeit nur mit Umstieg im überlasteten Hauptbahnhof erreichbar. Zudem ist die Zahl der Reisenden auf dem Abschnitt seit 2000 um mehr als 50 Prozent gestiegen.

Über den Bau der S-Bahn-Linie wird seit mehreren Jahren gerungen. Ein Grund sind die Kosten, die nach jetzigem Stand rund 950 Millionen Euro betragen werden. Ein Baubeginn ist nach derzeitigem Stand 2020 vorgesehen, eine Teilinbetriebnahme ab/bis Rahlstedt im Jahre 2024. 2027 soll die S 4 auf ganzer Strecke fahren.