Nordsee

Inventur der Seehunde an der Nordseeküste gestartet

Seehunde am Nordseestrand

Seehunde am Nordseestrand

Foto: Carmen Jaspersen/Archiv

In Niedersachsen und Schleswig-Holstein starteten kleine Propellermaschinen mit Beobachtern. Sie erfassen die Bestände der Tiere.

Emden. Die ersten Seehund-Zählflüge des Jahres haben am Donnerstag an der deutschen Nordseeküste begonnen. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein starteten dazu kleine Propellermaschinen mit erfahrenen Beobachtern. Sie erfassen die Bestände der Tiere, die bei Niedrigwasser auf Sandbänken liegen und gut aus der Luft zu erkennen sind.

Für die Inventur der Seehunde gehen die Zähler noch an vier weiteren Terminen bis Mitte August in die Luft. Danach werden die Zahlen aus den verschiedenen Gebieten zusammengerechnet, sagte eine Sprecherin des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES).

2014 war vor der niedersächsischen Küste die Rekordzahl von 9343 Tieren gesichtet worden. Im gesamten Wattenmeer vor der deutschen, dänischen und niederländischen Küste leben rund 40.000 Seehunde. Dieser Bestand entspricht etwa der früheren Größe vor 100 Jahren, bevor die intensive Jagd auf Seehund begonnen hatte.

Ob die Rekordzahl in diesem Jahr getoppt wird, ist nicht sicher. Ein ansteckender Grippevirus hatte im vergangenen Jahr an den Küsten Norddeutschlands gewütet. Fast 2000 tote Robben wurden gefunden.