Der Hamburger SPD-Politiker hat im Untersuchungsausschuss große Erinnerungslücken. Edathy nennt er einen „feinen Kerl“. Ex-Edathy-Mitarbeiter bestätigen erstmals dessen Darstellung der Ereignisse von 2013.

Berlin. Der Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs (SPD) hat als Zeuge im Bundestags-Untersuchungsausschuss zur Edathy-Affäre erhebliche Erinnerungslücken offenbart. Auf die Fragen von Ausschussmitgliedern, welche SPD-Mitglieder zwischen Dezember 2013 und Januar 2014 mit ihm über den damaligen SPD-Abgeordneten Sebastian Edathy gesprochen hatten, sagte er am Donnerstag mehrfach „ich kann mich nicht mehr erinnern“. Auch auf die Frage, wann er selbst zum letzten Mal Kontakt zu Edathy gehabt habe, antwortete der Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises in der SPD: „Das kann ich ihnen nicht so genau sagen.“